Archiv | November 2011

Mängelexemplar – Sarah Kuttner

25709190zVerlag: Fischer

ISBN: 978-3100422057

Gelesen: Herbst 2010

Seiten: 272

Bewertung: 5sterne

Klappentext:

Karo lebt schnell und flexibel. Sie ist das Musterexemplar unserer Zeit: intelligent, liebenswert und aggressiv, überdreht und erschöpft. Als sie ihren Job verliert und mutig ihre feige Beziehung beendet, helfen auch die cleversten Selbsttäuschungen nicht mehr. Plötzlich ist diese Angst da. Sie verliert den Boden unter den Füßen. Dem Wahnwitz unserer Gegenwart zwischen Partylaune und Panikattacke gibt Sarah Kuttner in ihrem Debütroman eine Stimme: vom Augenzwinkern zum Ernstmachen, vom launigen Plaudern zur bitteren Selbstkritik. Lustig und tieftraurig, radikal und leidenschaftlich erzählt sie von dem Riss, der sich plötzlich durch das Leben zieht.

Rezension:

Als die engagierte Karo ihren Job verliert und es endlich schafft, die verlogene Beziehung zu ihren Freund zu beenden, beginnt ihre Welt zu wackeln. Alle vertrauten Strukturen in ihrem Leben brechen weg und als sie eines Nachts von ihrem besten Freund Nelson mit einer schweren Panikattacke in die Notaufnahme der städtischen psychiatrischen Klinik gebracht werden muss, kann sie vor ihren Problemen nicht mehr die Augen verschließen. Sie rutscht in eine schwere Depression und benötig die Hilfe einer Therapeutin und eines Psychiaters. Unfähig allein in ihrer Wohnung zu bleiben, zieht sie sogar für einige Wochen wieder bei ihrer Mutter ein.

Sehr langsam, aber mit unheimlich viel Witz geschrieben, erarbeitet sich Karo einen Weg aus ihrer Krankheit und lernt zu akzeptieren, dass sie alte Erlebnisse aufarbeiten muss um endlich wieder auf festem Boden stehen zu können. Nelson ist dabei immer an ihrer Seite und hilft ihr wo er kann. Dann lernt sie bei einer Party einen Mann kennen, der wie sie psychische Probleme hat. Zunächst scheint alles super zu laufen, denn Sven hat Verständnis für ihre Lage, ihm muss sie nichts erklären. Aber es wird schnell klar, dass Karo alles braucht, aber nicht jemanden, der selbst krank ist und der sich auch noch an ihr eh schon wackliges Leben klammert.

Kann Karo endgültig den Weg zu sich selbst wiederfinden und vielleicht sogar den Weg zu einer neuen Liebe?
Ein großartiges Buch, ein Zeugnis unserer Zeit, in der es immer höher, schneller, weiter gehen muss und das einzelne Individuum immer mehr zu einem unwichtigen Zahnrad wird. Unglaublich witzig erzählt Sarah Kuttner hier das Leben einer Frau, die erst vollkommen zusammenbrechen muss um zu erkennen, dass sie sich so weit von sich selbst entfernt hat, dass sie ohne Hilfe nicht mehr zurück finden kann.
Ich bin sehr lange in diversen Buchhandlungen um dieses Buch herumgeschlichen. War unsicher, was eine ehemalige MTV-Moderatorin wohl so aufs Papier bringen könnte. Ich gebe zu, ich hatte Vorurteile. Aber dieses Buch ist genial, tiefgründig, witzig.

Unbedingte Leseempfehlung!

Leseprobe

 

Sarah Kuttner

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Sarah Kuttner wurde 1979 in Berlin geboren und arbeitet als Moderatorin. Sie wurde mit ihren Sendungen ›Sarah Kuttner – Die Show‹ (VIVA) und ›Kuttner.‹ (MTV) bekannt und arbeitete mehrfach für die ARD. Zuletzt war sie dort mit ›Kuttners Kleinanzeigen‹ und ›Ausflug mit Kuttner‹ zu sehen. Ihre Kolumnen für die Süddeutsche Zeitung und den Musikexpress wurden im Fischer Taschenbuch Verlag veröffentlicht. ›Mängelexemplar‹ (2009) war ihr erster Roman und stand wochenlang auf der Bestsellerliste. Sarah Kuttner lebt in Berlin.
 

www.sarahkuttner.de  // www.facebook.com/SarahKuttner

 

Gerade neu erschienen bei Fischer: Wachstumsschmerz – der neue Roman von Sarah Kuttner

Bitte helft!

“Montag vor 14. Tagen kam ich nach der Arbeit nach Hause und meine Wohnung war geräumt. Leer. Die Katzen im Tierheim. Schloss ausgetauscht.”

So fängt der Blogpost von Creezy an, die gerade ziemlich dringend unsere Hilfe braucht.

Bitte lest, was sie erlebt hat und entscheidet dann, ob ihr helfen könnt und wollt.

Je schneller ich gehe, desto kleiner bin ich – Kjersti Annesdatter Skomsvold

je_schneller_ich_gehe_desto_kleiner_bin_ich Vielen Dank an hoca für dieses Rezensionsexemplar :)

Originaltitel: Jo fortere jeg går, jo mindre er jeg

Verlag: Hoffmann und Campe

ISBN: 978-3455400946

Bekommen: 20.11.2011

Angefangen: 26.11.2011

Ausgelesen: 27.11.2011

Gelesene Seiten: 144

Gelesene Seiten insgesamt 2011: 20.891

Bewertung: 5sterne

Klappentext:

Mathea Martinsen ist fast hundert Jahre alt, lebt am Stadtrand von Oslo und hat gerade ihren geliebten Mann verloren. Für wen soll sie nach dem Tod des schrulligen Statistikers jetzt ihre Ohrenwärmer stricken? Mit wem kann sie nun über das Leben philosophieren? Matheas Versuche, ins Leben zurückzufinden, rühren und amüsieren zu Tränen. “Ich wünschte, ich könnte den kleinen Rest vom Leben aufsparen, bis ich weiß, was ich damit anfangen soll. Aber das geht nicht, dafür müsste ich mich schon einfrieren, und wir haben nur eines dieser kleinen Gefrierfächer über dem Kühlschrank …” Mathea Martinsen will ihre verbleibende Lebenszeit gut nutzen – aber wie? Schon die Teilnahme an einer Tombola im Seniorenzentrum misslingt, weil man prompt ihre eigene Jacke verlost. Und ist eine im Garten vergrabene Zeitkapsel mit ihrem Hochzeitskleid und selbstgestrickten Ohrenwärmern das richtige Mittel, ihr Andenken für die Nachwelt zu bewahren? Mit Humor und großer Zärtlichkeit zeichnet der Roman das Bild einer schüchternen alten Dame, die es noch einmal wissen will.

Rezension:  

Sollte ich dieses kleine und doch so große Buch mit einem Wort beschreiben, wäre das sehr einfach: Einsamkeit. 

Mathea Martinsen ist so einsam, wie ein Mensch nur sein kann. Ihr ganzes Leben hat sie an der Seite ihres Mannes Epsilon verbracht; sich verzweifelt an ihn geklammert und doch hat es nicht gereicht. Denn Epsilon ist tot und mit ihm starb Matheas ganzes Leben. Keine Kinder, keine Freunde, nichts. Ausschließlich auf ihren Mann fixiert hat sich ihr Leben zum allergrößten Teil nur in den eigenen vier Wänden abgespielt.

Wie soll es nun weitergehen? Wird sie die Isolation ertragen können, bis sie schließlich selbst diese Welt verlässt? Will sie das überhaupt? Und wenn ja: wie?!

Kjersti A. Skomsvold legt mit “Je schneller ich gehe, desto kleiner bin ich” ein Debut vor, das mich wirklich kalt erwischt hat. Entgegen des Klappentextes konnte ich nur wenig von einer “schüchternen alten Dame, die es noch einmal wissen will” erkennen. Stattdessen erlebte ich mit Mathea, was es aus einem Menschen machen kann, wenn er sein Leben lang übersehen wird; wenn er für andere gar nicht existent zu sein scheint. Zurückgezogen und fast schon krankhaft darauf bedacht, niemandem zur Last zu fallen oder gar peinlich zu sein, ist Epsilon ihr einziger Bezugspunkt nach außen, zum Leben außerhalb der gemeinsamen Wohnung.

In Rückblicken erzählt die Ich-Erzählerin von Epsilon, von ihrem Kennenlernen, ihrer Ehe und den letzten gemeinsamen Jahren. Diese Erinnerungen sind das einzige, das Mathea noch halten kann und sie scheint sich dem nur zu klar bewusst zu sein. Beinahe schmerzhaft erlebt der Leser mit, wie sie versucht sich aufzuraffen um doch noch etwas aus dem verbliebenen Rest ihres Lebens herauszuholen. So füllt sie eine Zeitkapsel mit geliebten Erinnerungen und Dingen, von denen sie glaubt, dass sie etwas über sie aussagen und sie überwindet sich schließlich doch, den Seniorentreff zu besuchen und auch, wenn man an der ein oder anderen Stelle fast über Matheas Unvermögen, die alltäglichsten Dinge zu erledigen hätte lachen können, so blieb mir dieses Lachen auch ziemlich oft im Hals stecken. In beinahe jedem der sprachlich wirklich großartigen Sätze, sticht vor allem Matheas unfassbare Einsamkeit hervor; wirkliche Hoffnung habe ich nicht herauslesen können.

Ich gebe zu, ich lese nicht gerne Bücher mit nur so wenigen Seiten und in der Regel werde ich eher enttäuscht, wenn ich es doch tue. Aber Kjersti A. Skomsvold hat es tatsächlich geschafft, auf nur 144 Seiten so eine dichte, berührende und erschreckende Geschichte zu erzählen, dass ich viel mehr Seiten wohl auch eher nicht hätte ertragen können.

5 Sterne für einen Roman, der uns aufgibt, ein wenig mehr darauf zu achten, ob und wen wir tagtäglich einfach übersehen.

Zitate:

Es ist ein Selbstbetrug zu glauben, dass man nicht einsam sein kann, nur weil man beschäftigt ist, aber das wichtigste ist, dass niemand anders glaubt, man wäre einsam. (Seite 74)

Es ist eine gute Sache, jemanden zu haben, der wach ist, während man schläft. (Seite 108)

(…) ich habe gelesen, dass man als Weltraumreisender bei seiner Rückkehr jünger ist, als man es wäre, wenn man auf der Erde geblieben wäre, denn Zeit ist relativ. Ein Tag mit Epsilon ist beispielsweise nicht dasselbe wie ein Tag ohne ihn. (Seite 109)

June kam als ganzer Mann von der Armee zurück. Er konnte sein Bett machen und einen Menschen erschießen, das sah ich ihm an. (Seite 121)

Leseprobe

Autoreninformationen:

kjerstiKjersti A. Skomsvold wurde 1979 in Oslo geboren, wo sie bis heute lebt. Je schneller ich gehe, desto kleiner bin ich ist ihr erster Roman. Er wurde mit dem Tarjei-Vesaas-Debütpreis ausgezeichnet und war für den norwegischen Buchhändlerpreis nominiert. (Quelle)

In Liebe, Brooklyn – Lisa Schroeder

inliebebrooklyn Vielen Dank an loewe   für dieses Rezensionsexemplar :)

Originaltitel: Chasing Brooklyn

Verlag: Loewe

ISBN: 978-3785570579

Bekommen: 19.10.2011

Angefangen: 21.10.2011

Ausgelesen: 21.10.2011

Gelesene Seiten: 429

Gelesene Seiten insgesamt 2011: 20.747

Bewertung: 5sterne

Klappentext:

Lieber Lucca,
ich vermisse dich.
Ich vermisse deine Augen und
die Liebe darin.
Ich vermisse deine Arme um mich.
Ich vermisse, wie geborgen
ich mich gefühlt habe bei dir.
Ich vermisse dich, Lucca.
Ich werde dich vermissen,
mein Leben lang.
In Liebe,
Brooklyn

Rezension:

Vor einem Jahr starb Lucca bei einem Autounfall und inzwischen sind seine Freundin Brooklyn und sein Bruder Nico schon beinahe geübt darin, ihre Trauer zu übertünchen und Alltag zu spielen.

Wie gehen Teenager, die ja in der Regel schon genug mit sich selbst zu kämpfen haben, mit so einem Verlust um? Abwechselnd wird aus Brooklyns und Nicos Sicht geschildert, wie die beiden über die Dauer von mehreren Monaten versuchen, mit der Trauer fertig zu werden. Während Brooklyn ihre Einsamkeit durch Briefe an Lucca zu bekämpfen versucht, ist Nicos Ventil das Laufen. In einem Traum bittet Lucca Nico darum, sich um Brooklyn zu kümmern und so überzeugt er Brooklyn schließlich, mit ihm gemeinsam zu trainieren. Allmählich beginnen beide (einen gemeinsamen?) Weg ins Leben zurückzufinden.

Was macht dieses Buch nun so besonders? Besonders beeindruckt hat mich, wie Lisa Schroeder es geschafft hat, einen Roman zu schreiben, der auf jegliche Nebenhandlung einfach verzichtet und der trotzdem an keiner Stelle konstruiert oder mühsam wirkt. Jeder Satz, jedes Wort sitzt und man ist so dicht dran an den Charakteren, dass ich manchmal selbst schon fast das Gefühl hatte, zu trauern.

Eine bessere Aufmachung hätte man für das Buch sicher nicht finden können. Gerade mal 10 x 15 cm groß ist es und so hatte ich beim Lesen mehrmals das Gefühl wirklich ein Tagebuch zu lesen. Gerade weil auch der Inhalt nicht im Fließtext geschrieben ist, sondern wirklich so, wie man Tagebucheinträge bzw. Briefe schreiben würde. Der schimmernde Einband und das Lesebändchen runden es perfekt ab. Schade nur, dass es wirklich innerhalb von ein paar Stunden ausgelesen war.

Fazit: Ein kleines Buch mit Platz für große Gefühle. Traurig, authentisch und letztlich aber auch hoffnungsvoll und philosophisch. Ein Buch, das ich sicher noch das ein oder andere Mal zur Hand nehmen werde.

Leseprobe

Autoreninformationen:

lisaschroeder Sommer voller Camping, Angeln, Lesen (natürlich!) und Spielen in der Sonne – so sah Lisa Schroeders Kindheit aus. Heute joggt sie durch die Nachbarschaft (wenn es nicht regnet), backt leckere Sachen, liest oder schaut sich Filme an, wenn sie nicht gerade an einem neuen Buch schreibt. Lisa Schoeder lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen im amerikanischen Bundesstaat Oregon. (Quelle)

Website von Lisa Schroeder // Lisa Schroeder auf Facebook

Des Wahnsinns fette Beute – Hella von Sinnen & Cornelia Scheel

51BjRVXcx2L._SS500_ Vielen Dank an rowohlt_logo_neu für dieses Rezensionsexemplar :)

Verlag: rowohlt

ISBN: 978-3-499-62763-7

Bekommen: 05.11.2011

Angefangen: 07.11.2011

Ausgelesen: 10.11.2011

Gelesene Seiten: 496

Bewertung: 4sterne

Klappentext:

Hella von Sinnen hat Angst, dass ihre Stofftiere im Koffer ersticken, und Cornelia Scheel kann das Haus nicht ohne eine stattliche Auswahl an Bonbons in den Taschen verlassen. Doch nicht nur die extrovertierte Showfrau und ihre Gattin verfügen über ein ansehnliches Repertoire an Zillen und Ritualen: Manche Menschen regeln Lautstärke unter Ausschluss der Primzahlen oder gehen nicht ohne Schlafsack ins 5-Sterne-Hotel. Solche Schrullen werden oft verschwiegen – leider! Denn kaum etwas dient der Unterhaltung mehr, als zuzugeben, dass man fröhlich einen an der Waffel hat.

Es bekennen sich: Dirk Bach, Katrin Bauerfeind, Senta Berger, Alfred Biolek, Bettina Böttinger, Wigald Boning, Howard Carpendale, Gabi Decker, Jürgen Domian, Tommy Engel, Herbert Feuerstein, David Imper, Hannes Jaenicke, Olivia Jones, Ralf König, Gaby Köster, Dr. Manfred Lütz, Ralph Morgenstern, Bastian Pastewka, Peter Plate & Ulf Sommer, Martin Reinl, Jens Riewa, Mary Roos, Werner Schneyder, Barbara Schöneberger, Gayle Tufts, Jürgen von der Lippe, Rosa von Praunheim & Oliver Sechting … und natürlich: Hella von Sinnen & Cornelia Scheel.

Rezension:

Ja sind die denn des Wahnsinns fette Beute? Offenbar schon, denn wie anders ist dieses Buch zu erklären, als das die Autorinnen und ihre Beuteopfer gleichermaßen einen an der Klatsche haben? Aber haben wir das nicht alle irgendwie? Die einen mehr, die anderen weniger – wobei ich mich ehrlicherweise zu Ersteren zähle.

Auf 496 Seiten bringen uns Hella von Sinnen und ihre Angetraute Conny Scheel nun die Macken und Marotten der Prominenz näher und man denkt eigentlich alle 2 Minuten: Ach du heiliges Kanonenrohr!!! Einer bekloppter als der andere, jeder total gestört. Aber immer wieder musste ich auch über mich selbst grinsen, wenn ich mich beim zustimmenden Nicken erwischte und feststellte: JA, das machst du ganz genau so. (Nein, ich werde jetzt NICHT verraten an welchen Stellen genau ich nicken musste!)

Dabei fand ich ganz besonders interessant, dass nicht unbedingt die Interviews, von denen man sich vorher am Meisten Beklopptes versprochen hatte am Ende tatsächlich auch die lustigsten waren. Einer meiner absoluten Favoriten war definitiv Jens Riewa, seines Zeichens Tagesschausprecher und somit eigentlich ein eher seriöser Vertreter seiner Art. Aber so kann man sich täuschen. Unangefochten ganz vorne mit dabei auch das Bekenntnis von Hella und Conny selbst und natürlich von my loveliest Denglish-Specialist Gayle Tufts. Einfach köstlich!

Sicher sind auch Passagen dabei, die man sich für meinen Geschmack hätte sparen können (Howard Carpendale beispielsweise *gähn*), aber das sind wenige und das tut dem Gesamtspaß wirklich keinen Abbruch.

Also unbedingt lesen und herausfinden, welche Macken ihr an euch selbst wiederfindet, während ihr über Deutschlands Promiwelt herrlich lachen könnt. :-)

Leseprobe

 

Wiki-Artikel zu Hella

Wiki-Artikel zu Conni

Leserpreis 2011 – Jetzt abstimmen!

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Nach der Nominierungsphase darf nun endlich abgestimmt werden!

Mehr als 5.000 Leser haben 1.700 verschiedene Bücher nominiert. Dies zeigt immer deutlicher, wie wichtig deine Stimme als Leser ist und welche Orientierung solche selbst gewählten Preise im Bücherdschungel bieten – in dem immerhin jährlich 97.000 Neuerscheinungen gelesen werden wollen.

Jetzt startet aber endlich die heiße Phase – du stimmst darüber ab, wer den Leserpreis bekommt!!! Bis zum 27. November kann in jeder Kategorie einmal abgestimmt werden & am 28. November verkünden wir die offiziellen Preisträger.

<– Mit einem Klick auf das Banner landest du auf der Abstimmungsseite.

 

Mach mit! :)

 

 

 

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Gewinnspiel November – Die Gewinner stehen fest :)

Gestern war Einsendeschluss und so habe ich heute Morgen die Lose in einen Pott geworfen, gut umgerührt und folgende Gewinnerinnen gezogen:

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 … geht an Charlousie :)

 

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… geht an Kasia :)

 

 

Wir wünschen euch beiden ganz viel Lesespaß!  

Allen anderen vielen Dank fürs Mitmachen :)

Vegan kochen für alle – Björn Moschinski

veganVielen Dank an südwest-verlag für dieses Rezensionsexemplar :)

Verlag: Südwest Verlag

ISBN: 978-3517087771

Bekommen: 17.10.2011

Angefangen: 17.10.2011

Ausgelesen: garantiert nicht so bald ;-) 

Seiten: 144

Bewertung: 5sterne

Klappentext:

Noch nie war vegan genießen so einfach und überzeugend! Bedingt durch Lebensmittelskandale, die ökologischen Auswirkungen der Fleischproduktion sowie ein verbessertes Gesundheitsbewusstsein findet die Ernährungsweise ganz ohne Fleisch, Fisch und tierische Produkte immer mehr Anhänger und neugierige “Einsteiger”. Der bekannteste vegane Koch der Szene, Björn Moschinski, beweist, dass der Verzicht auf vermeintlich Unverzichtbares ganz im Gegenteil neue Geschmackserlebnisse und Genuss bedeutet. Seine Rezepte machen neugierig und sollten unbedingt probiert werden.

Rezension:

“Vegan? Dann kannst Du ja jetzt GAR NIX mehr essen!” – Welcher Veganer hat diesen Spruch noch nicht gehört?

Ich jedenfalls kenne ihn zu Genüge und wenn ich könnte, würde ich ab sofort einfach jedem, der ihn mir entgegenwirft Björn Moschinskis erstes (und ich hoffe wirklich sehr, dass es nicht das einzige bleibt!) Kochbuch zurückwerfen.

Auf insgesamt 144 Seiten und mit 60 Rezepten zeigt der Berliner Koch, wie einfach und lecker es ist, wenn man sich auch nur ein klitzekleines bisschen mit dem Thema “Vegan kochen” auseinander setzt.

Der klare Aufbau des Buches und das übersichtliche, unaufdringliche Design sprechen für sich. Zu jedem Rezept gibt es ein Bild, das sofort Lust auf mehr macht.

Insgesamt gibt es fünf Rezeptkategorien:

  1. Suppen (z.B. Gulaschsuppe, Tomaten-Kokossuppe)
  2. Salate (z.B. Feurig-frischer Krautsalat, Apfel-Lauch Salat)
  3. Vorspeisen und Snacks (z.B. Pikante Schweinsöhrchen, Ragout Fin)
  4. Hauptgerichte (z.B. Ravioli mit Pilzfüllung, Gemüsequiche mit Salsa)
  5. Desserts und Kuchen (z.B. Schokoladenbrownies, Apfelstrudel mit Vanillesoße)

Dazu gibt es eine Begrüßung von Mahi Klosterhalfen, dem Geschäftsführenden Vorstand der Albert Schweizer Stiftung für unsere Mitwelt und ein Vorwort von Björn Moschinski, in dem er erzählt wie er zum Kochen kam und warum er vegan lebt, seit er 15 Jahre alt war. Als Abschluss wird das Buch sehr gut ergänzt durch ein Kapitel “Küchenwissen”, das sich besonders an diejenigen richtet, die mit der veganen Küche noch nicht so vertraut sind. Ein Zutatenregister macht es besonders leicht ein passendes Rezept zu finden, wenn man nur weiß “Ich hab heute irgendwie Lust auf Zucchini!”.

Fazit: Mein neues liebstes Lieblingskochbuch! Weil es einfache, alltagstaugliche Gerichte erhält, die man aber so bisher noch nicht 300 Mal gekocht hat und weil es zeigt, wie einfach und lecker es ist, sich vegan zu ernähren. Ohne Verzicht. Denn wer bei einem Menü aus Waldpilzsuppe mit Brezelchips als Vorspeise, einem Antipastiteller mit Focaccia als Zwischengang, Soja-Schnitzel Wiener Art mit Champignonrahmsauce und Ofenkartoffeln als Hauptgericht und Kaffeecreme mit marinierter Mango als Dessert noch von Verzicht redet, dem ist nun wirklich nicht mehr zu helfen!

7 Fragen an Björn Moschinksi

 

Autoreninformationen:

bjoern Björn Moschinski, Jahrgang 1979, ist einer der wenigen aufstrebenden veganen Köche in Deutschland. Er selbst lebt seit seinem 15. Lebensjahr vegan und hat 5 Jahre selbstständig den veganen Catering-Service “Herbivore Catering” betrieben. Anschließend hat er bei verschiedenen À-la-carte-Gastronomien gearbeitet (u.a. in dem bekannten Bio-Hotel von Gabi Kurz in Bischofswiesen), war Souschef im veganen Restaurant “SAF/Zerwirk” in München und Chefkoch des veganen Restaurants “La Mano Verde” in Berlin. Seit 2010 ist er selbstständig und gibt Kochkurse für Hotel und Gastronomie, im September 2011 hat er sein eigenes veganes Restaurant “Kopps” in Berlin-Mitte eröffnet. (Quelle)

Website von Björn Moschinski // Björn Moschinski auf Facebook

Gewinnspiel November!

Lieber Leserinnen und Leser,

ich freue mich sehr heute mit Unterstützung von

 goldmann

&

pageturner

zwei tolle Romane verlosen zu dürfen.

waehrend_ich_schlief_thumb          evermore5

(Für nähere Infos zu den Büchern einfach auf das Bild klicken!)

Einfach hier im Beitrag kommentieren welches Buch euch interessiert (und vielleicht auch warum) und mir den Kommentar dann auch noch als Mail an gottagivethembooks(at)gottagivethemhopePUNKTde schicken.

In die Mail bitte auch den Namen und die Adresse, damit ich den Gewinn dann auch zuschicken kann :)

Einsendeschluss ist der 20. November 2011

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen!

Achja… wenn euch Gotta give them books! gefällt, könnt ihr das hier auch anderen zeigen ;)

Viel Glück!

 Kleeblatt

Wahre Worte #37

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Books are the perfect entertainment: no commercials, no batteries, hours of enjoyment for each dollar spent. What I wonder is why everybody doesn’t carry a book around for those inevitable dead spots in life.

~Stephen King