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Eragon–Das Erbe der Macht–Christopher Paolini

eragon-4Vielen Dank an cbj für dieses Rezensionsexemplar :)

Originaltitel: Eragon – Inheritance Cycle

Verlag: cbj

ISBN: 978-3-570-13816-8                        

Bekommen: Anfang Dezember

Angefangen: Mitte Dezember

Ausgelesen: 06.01.2012

Gelesene Seiten: 958

Bewertung:

Klappentext:

Ein schrecklicher Krieg wütet in Alagaësia. Alle Völker haben sich zusammengeschlossen und ziehen in den Kampf gegen Galbatorix, den grausamen Herrscher des Imperiums. Eragon weiß, dass er und Saphira ihm irgendwann gegenüberstehen werden. Treue Gefährten kämpfen an seiner Seite, allen voran die wunderschöne, kluge Elfe Arya. Doch der finstere König ist nahezu unbesiegbar, denn er besitzt die Macht zahlloser Drachen, deren Seelenhort, den Eldunarí, er an sich gerissen hat. Ein neuer Drache und ein neuer Drachenreiter verändern das Kräfteverhältnis. Wird Eragon Galbatorix besiegen können? Oder muss er sich geschlagen geben? Eine Prophezeiung besagt, dass Eragon Alagaësia für immer verlassen wird …

Rezension:

Die Armee der Varden und Surdaner rückt Urubaen immer näher und Eragon steht kurz vor seinem Ziel Galbatorix zu besiegen und ein neues Zeitalter der Drachenreiter einzuläuten. Doch angesichts der Macht des Königs und seines Drachen Shruikan, sowie seiner Gehilfen Murthag und Dorn, scheint das Unterfangen fast aussichtslos und ihre letzte Möglichkeit scheint, sich auf die Prophezeiung, die Eragon von einer Werkatze erhielt ernst zu nehmen und sich auf die Suche nach dem Felsen von Kuthian zu machen in dem, laut Vorhersage, Hilfe und Beistand auf Eragon warten.

Leider muss ich an dieser Stelle zuerst einmal zugeben, dass ich sehr enttäuscht von dem Finale einer meiner Lieblings-Fantasy-Buchreihen bin. Nicht nur, dass man drei Jahre auf eine Fortsetzung warten musste, nachdem der dritte Band erschienen war. Es warten außerdem auch etwa 300 Seiten Langeweile auf den Leser, bis die Geschichte anfängt spannend zu werden. Aber das ist sie dann auch. Nach ein paar unerwarteten Wendungen, kommt wieder ein frischer Wind auf und zeitweise fällt es einem schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Angehende Liebesgeschichten, eine Entführung, sowie ein unglaublicher Fund lockern den ernsten und etwas tristen Verlauf der Geschichte auf und sorgen dafür, dass der Klimax sowie die Erwartungen rapide steigen.

Angenehm überrascht war ich darüber, dass nach dem Finale der Geschichte ein unerwartet langer Teil folgte, der die Pläne für die Zukunft der Protagonisten und des Landes Alagaësia darlegt. Und trotzdem kann ich für dieses Buch leider nicht mehr als drei Sterne vergeben, da es auf mich wirkt, als hätte Paolini eigentlich nicht mehr weiter schreiben wollen. Das ist insbesondere deswegen schade, da er sich zu Anfangs so viel mühe machte und sogar eigene Sprachen für die verschiedenen Völker Alagaësias erfand. Nur wenige Stellen wirken, als wären sie mit dem Elan, der Detailverliebtheit und vor allem der Lust geschrieben worden, mit denen Christopher Paolini die ersten drei Teile verfasste.

Zitate:

Er sah mehr Sterne, als er für möglich gehalten hätte – er hatte nicht geahnt, dass es so viele gab. Rot, blau, weiß und golden standen sie am Firmament wie funkelnder Staub. Die Sternenbilder, die er kannte, waren nach wie vor gut zu erkennen, aber dazwischen leuchteten jetzt tausend schwächere Sterne, die er zum allerersten Mal sah. Und die Sterne schienen nicht nur heller; die Finsternis zwischen ihnen auch dunkler. Es war als hätte bisher immer ein Nebel über seinen Augen gelegen, der ihn daran gehindert hatte, die wahre Pracht der Sterne zu erkennen, wenn er in den Himmel blickte. (Seite 547, 548)

Der Name war prachtvoll und majestätisch, aber auch gefärbt von Traurigkeit, denn er benannte sie als das letzte Weibchen ihrer Art. Aus den Worten hörte Eragon die Liebe und Hingabe, die sie für ihn empfand, außerdem all die anderen Eigenschaften, die ihre Persönlichkeit ausmachten. Die meisten davon kannte er, einige aber auch nicht. Ihre Schwächen stachen genauso heraus wie ihre Tugenden, aber insgesamt hatte man den Eindruck von Feuer, Schönheit und Pracht. (Seite 611)

Christopher Paolini über seinen letzten Eragon-Band:

Mängelexemplar – Sarah Kuttner

25709190zVerlag: Fischer

ISBN: 978-3100422057

Gelesen: Herbst 2010

Seiten: 272

Bewertung: 5sterne

Klappentext:

Karo lebt schnell und flexibel. Sie ist das Musterexemplar unserer Zeit: intelligent, liebenswert und aggressiv, überdreht und erschöpft. Als sie ihren Job verliert und mutig ihre feige Beziehung beendet, helfen auch die cleversten Selbsttäuschungen nicht mehr. Plötzlich ist diese Angst da. Sie verliert den Boden unter den Füßen. Dem Wahnwitz unserer Gegenwart zwischen Partylaune und Panikattacke gibt Sarah Kuttner in ihrem Debütroman eine Stimme: vom Augenzwinkern zum Ernstmachen, vom launigen Plaudern zur bitteren Selbstkritik. Lustig und tieftraurig, radikal und leidenschaftlich erzählt sie von dem Riss, der sich plötzlich durch das Leben zieht.

Rezension:

Als die engagierte Karo ihren Job verliert und es endlich schafft, die verlogene Beziehung zu ihren Freund zu beenden, beginnt ihre Welt zu wackeln. Alle vertrauten Strukturen in ihrem Leben brechen weg und als sie eines Nachts von ihrem besten Freund Nelson mit einer schweren Panikattacke in die Notaufnahme der städtischen psychiatrischen Klinik gebracht werden muss, kann sie vor ihren Problemen nicht mehr die Augen verschließen. Sie rutscht in eine schwere Depression und benötig die Hilfe einer Therapeutin und eines Psychiaters. Unfähig allein in ihrer Wohnung zu bleiben, zieht sie sogar für einige Wochen wieder bei ihrer Mutter ein.

Sehr langsam, aber mit unheimlich viel Witz geschrieben, erarbeitet sich Karo einen Weg aus ihrer Krankheit und lernt zu akzeptieren, dass sie alte Erlebnisse aufarbeiten muss um endlich wieder auf festem Boden stehen zu können. Nelson ist dabei immer an ihrer Seite und hilft ihr wo er kann. Dann lernt sie bei einer Party einen Mann kennen, der wie sie psychische Probleme hat. Zunächst scheint alles super zu laufen, denn Sven hat Verständnis für ihre Lage, ihm muss sie nichts erklären. Aber es wird schnell klar, dass Karo alles braucht, aber nicht jemanden, der selbst krank ist und der sich auch noch an ihr eh schon wackliges Leben klammert.

Kann Karo endgültig den Weg zu sich selbst wiederfinden und vielleicht sogar den Weg zu einer neuen Liebe?
Ein großartiges Buch, ein Zeugnis unserer Zeit, in der es immer höher, schneller, weiter gehen muss und das einzelne Individuum immer mehr zu einem unwichtigen Zahnrad wird. Unglaublich witzig erzählt Sarah Kuttner hier das Leben einer Frau, die erst vollkommen zusammenbrechen muss um zu erkennen, dass sie sich so weit von sich selbst entfernt hat, dass sie ohne Hilfe nicht mehr zurück finden kann.
Ich bin sehr lange in diversen Buchhandlungen um dieses Buch herumgeschlichen. War unsicher, was eine ehemalige MTV-Moderatorin wohl so aufs Papier bringen könnte. Ich gebe zu, ich hatte Vorurteile. Aber dieses Buch ist genial, tiefgründig, witzig.

Unbedingte Leseempfehlung!

Leseprobe

 

Sarah Kuttner

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Sarah Kuttner wurde 1979 in Berlin geboren und arbeitet als Moderatorin. Sie wurde mit ihren Sendungen ›Sarah Kuttner – Die Show‹ (VIVA) und ›Kuttner.‹ (MTV) bekannt und arbeitete mehrfach für die ARD. Zuletzt war sie dort mit ›Kuttners Kleinanzeigen‹ und ›Ausflug mit Kuttner‹ zu sehen. Ihre Kolumnen für die Süddeutsche Zeitung und den Musikexpress wurden im Fischer Taschenbuch Verlag veröffentlicht. ›Mängelexemplar‹ (2009) war ihr erster Roman und stand wochenlang auf der Bestsellerliste. Sarah Kuttner lebt in Berlin.
 

www.sarahkuttner.de  // www.facebook.com/SarahKuttner

 

Gerade neu erschienen bei Fischer: Wachstumsschmerz – der neue Roman von Sarah Kuttner

Tales of Partholon/Verbannt – P.C.Cast

partholon Vielen Dank an mira_logo1 für dieses Rezensionsexemplar :)

Originaltitel: Divine by Choice

Verlag: Mira

ISBN: 978-3-89941-893-4

Bekommen: Juli 2011

Angefangen: August 2011

Ausgelesen: 08.09.2011

Seiten: 368

Bewertung: 3sterne

Klappentext:

Shannon liebt ihr Leben in Partholon! Lächelnd bleibt sie vor dem Bach stehen, blickt auf das Wasser und sieht mit einem Mal Orte ihrer Vergangenheit vor sich. Es ist, als würden sie nach ihr rufen und plötzlich ist Shannon zurück in Oklahoma!
Als sie aufwacht, hört Shannon eine vertraute Stimme und blickt in das Gesicht eines Mannes, der ClanFintan zwar zum Verwechseln ähnlich sieht, sich aber als Clint Freeman vorstellt. Staunend erfährt sie, was sich im vergangenen halben Jahr ereignet und was Rhiannon alles angerichtet hat. Und dennoch sehnt Shannon sich nur danach, nach Partholon und dem Leben als Eponas Hohepriesterin zurückzukehren! Clint bietet ihr seine Hilfe an Doch Shannon ist nicht die Einzige, die auf magische Weise nach Oklahoma gelangt ist. Eine dunkle Macht, die Shannon nur allzu gut kennt, hat sich in diese Welt geschlichen und kennt nur ein Ziel: Shannons Tod.

Rezension:

Im zweiten Buch der Reihe verlässt Shannon Partholon und findet sich in ihrer eigenen Welt wieder. Nur dass sie eigentlich gar nicht mehr nach Hause wollte, weil Partholon ihr längst ein Zuhause geworden war. Dort hatte sie einen Mann, der sie liebt und ein Volk, das sie schätzt und ihr vertraut. Am liebsten würde sie gleich wieder zurückkehren, doch bevor sie das kann, muss sie die Menschen, die sie liebt vor Nuada retten, dem Dämon, den sie eigentlich ins Totenreich befördert zu haben glaubte. In ihrer Welt trifft sie Clan Fintans Doppelgänger, Clint, aber auch Rihannon, die ihr bis zu den Haarspitzen gleicht.

Die Idee, die hinter „Verbannt“ steckt gefällt mir gut, auch wenn der Autorin die Umsetzung nicht so gut gelungen ist, wie im ersten Band der Reihe. Leider erschienen mir die Geschichte, sowie die Darsteller weniger einfallsreich und schlechter ausgearbeitet als in „Ausersehen“. Shannon ist nach wie vor lustig, selbstironisch und eigentlich eine ganz normale Englischlehrerin aus dem kleinen Oklahoma. Der Autorin schien es jedoch schwer zu fallen diese Charakterzüge beizubehalten und sie gleichzeitig in ihre Rolle als Geliebte der Göttin Epona hinein wachsen zu lassen.

Shannon hat eine gute Verbindung zu ihrem Vater und seiner Frau und P.C. Cast arbeitet diese liebevolle und wichtige Beziehung meiner Meinung nach wirklich aus, sodass man mit um das Leben ebendieser bangt. Das ist der Autorin aber leider nicht überall gelungen. An manchen Stellen wirkt die Geschichte auf mich hektisch und dadurch gehen viele Gefühle in der Handlung unter. Das ist sehr schade, besonders da einige dieser Stellen einfach emotionsgeladen sein müssen und durch das Fehlen der Gefühle nicht richtig verstanden werden. Auch einige Logikfehler stören den Lesegenuss empfindlich.

Leider bin ich etwas enttäuscht, vom zweiten Teil der „Tales of Partholon“, besonders weil der erste Band mir sehr gefallen und mich sehr gespannt zurückgelassen hat.

Ich hoffe sehr, dass die Autorin in Band 3 wieder den hohen Ansprüchen genügen wird, die man nach „Ausersehen“ unweigerlich hatte.

Leseprobe

P.C. CAST

P.C. Cast ist in Illinois geboren und pendelte während ihrer Jugend oft nach Oklahoma. Dort hat sie ihre Liebe für Quarter Horses und Mythologie entdeckt. Im Gegensatz zu anderen Kindern konnte sie zuerst reiten und lernte danach das Gehen. Später las sie jedes Buch, das sie in die Hände bekommen hat, bis ihr Vater der Zehnjährigen den Herr der Ringe geschenkt hat. Nach Tolkiens Meisterwerk hat sie Anne McCafferys Pern-Romane für sich entdeckt, und damit war ihre Leidenschaft für Fantasy vollends entbrannt.
Fünf Tage nach ihrem Highschoolabschluss ging sie zur Air Force, wo sie angefangen hat, professionell Reden zu halten und zu schreiben. Nach ihrer Zeit dort hat P.C. Cast 15 Jahre lang unterrichtet, bis sie sich ganz dem Schreiben widmen konnte.
Weltweit ist sie mit den House-of-Night-Romanen bekannt geworden, die P.C. Cast zusammen mit ihrer Tochter schreibt. Ihr allererster Roman – der erste Teil der Tales of Partholon – ist zunächst bei einem kleinen amerikanischen Verlag erschienen. Für die Autorin sehr überraschend gewann ihr Erstlingswerk verschiedene Preise und gehörte zu den Finalisten des National Reader’s Award. Seitdem ist P.C. Cast mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden. Sie hat sich riesig darüber gefreut, dass sie die Welt, die sie in ihrem ersten Roman geschaffen hat, in weiteren Teilen der Partholon-Serie weiterentwickeln konnte.
Die New-York-Times-Bestsellerautorin lebt mit ihrer fabelhaften Tochter, ihrer verwöhnten Katze und ihren Scotties – besser bekannt als Scottinators – in Oklahoma. Die Tochter studiert. Die Katze hat sich gegen eine Weiterbildung entschieden. Die Scottinators haben noch keine Zukunftspläne geschmiedet.

http://www.pccast.net/

http://www.houseofnightseries.com/

Adrian Mayfield/Auf Leben und Tod – Floortje Zwigtman

Vielen Dank an logo-gerstenberg für dieses Rezensionsexemplar :)

Bekommen: 01.07.2011

Angefangen: 03.07.2011

Ausgelesen: 06.07.2011

Gelesene Seiten: 640

Bewertung: 5sterne

Klappentext:

Adrian steht am Abgrund – seine große Liebe Vincent Farley hat ihn vor die Tür gesetzt, nachdem er erfahren hat, dass Adrian vor ihm auch andere Männer geliebt hat. Adrian sinnt auf Rache, eine Rache, an der er schließlich selbst zu zerbrechen droht. Um nichts weniger als um Tod oder Leben geht es im dritten Band der von der Kritik gefeierten und preisgekrönten Trilogie um Adrian Mayfield und seine Suche nach dem großen Glück im viktorianischen London. Ist Adrians Kampf zum Scheitern verurteilt, angesichts der Normen einer Gesellschaft, die nach der Verhaftung von Oscar Wilde ihre hässliche Seite so ungeschminkt wie nie zuvor nach außen kehrt? Oder werden am Ende doch das Leben und die Liebe siegen?

Rezension:

Adrian ist enttäuscht, verletzt und sinnt auf Rache. Vincent Farley, den er so abgöttisch liebte, hat ihn, als er von seiner Vergangenheit erfuhr fortgestoßen, als hätte er niemals etwas für ihn empfunden. Ohne irgendwelche Regungen setzte er Adrian auf die Straße, nur um gleich darauf seine Verlobung mit Octavia Webb, einer Tochter aus gutem Hause, bekannt zu geben. Zudem steht das Ende des Wilde Prozesses kurz bevor und viele von Adrians Freunden aus dem purpurnen Hofstaat reisen, mit der Hoffnung auf mehr Verständnis, nach Paris.

Wird Adrian es auch alleine schaffen, Vincent wieder für sich zu gewinnen?

„Adrian Mayfield – Auf Leben und Tod“ ist leider offensichtlich das Ende der Reihe. Floortje Zwigtman hat es geschafft aus dem Finale der Trilogie einen ganz besonderen Roman zu machen, der an Spannung, Gefühlen und Echtheit fast nicht zu toppen ist. Adrians Gefühlswelt öffnet sich einem und so schafft man es nicht nur Verständnis für sein Handeln aufzubringen sondern seinen vielschichtigen Charakter zu verstehen und mit ihm zu fühlen.

Dieser Roman unterscheidet sich in seiner Qualität nicht von den ersten beiden Bänden, obwohl die Stimmung sehr viel düsterer ist. Die Autorin beschreibt einige Dinge auf eine eher malerische Art und Weise, schafft es aber gleichzeitig, einen an den spannenden und entscheidenden Stellen wieder auf den Boden der Tatsachen zurück zu holen. Auch die Übersetzung von Rolf Erdorf habe ich als sehr gelungen empfunden.

Die Charaktere, die erfundenen und die historischen, werden in die Geschichte perfekt eingebunden. Zwigtman schafft es, jeder ihrer Figuren durch gut ausgearbeitete und recherchierte Hintergründe, sowie einen vielseitigen Charakter, Leben einzuhauchen. Keiner der Protagonisten ist langweilig oder wirkt irgendwie eindimensional.

Im Gegenteil, man merkt ihnen die Liebe und Geduld an, mit der die Autorin sich ihnen gewidmet hat. Und eben diese Geduld findet sich auch in der Umsetzung ihrer Idee wieder. Das Buch enthält eine eigene Geschichte, sowie Fakten, wie etwa eine Vielzahl von Namen, Daten oder Schriftstücken, die real sind, sich aber nahtlos in die fiktive Geschichte einreihen, sodass der Übergang zwischen Fiktion und Realität perfekt verschwimmt.

Das Cover der deutschen Ausgabe ist großartig gelungen und spiegelt, im Gegensatz zum Cover der Originalausgabe, den Inhalt und die Intensität dieses Buches wieder.

Großartig!!! Unbedingt lesen! :)

Zitate:

„Er sieht nicht, dass dieser Baum verzaubert ist. […] Er glaubt, das hier wäre ein hässlicher alter Apfelbaum. Aber das ist er nicht. Wenn du weißt, wie du hingucken musst, wirst du entdecken, dass alles eine verborgene Schönheit hat, selbst die gewöhnlichsten Dinge. Dann kannst du Glück aus dem Nichts zaubern und Menschen, Tiere und Bäume mit Schönheit bekleiden, bis die ganze Welt verzaubert scheint. Das ist Magie. Das hat ein Mann in London mir beigebracht.” “Ein Zauberer?” […] “Ja, ein Zauberer. Und was er mir beigebracht, ist ein großes Geheimnis. Die Leute in London wollen ihn dafür ins Gefängnis stecken. […] Heute Nacht, wenn ihr schlaft, fliegen die Lampions in den Himmel und brennen dort weiter, zwischen den Sternen, damit er sie in London auch sehen kann.“ (Seite 264)

Ich blieb stehen, gefangen in seinem Griff, im strömenden Regen, und ließ die Tropfen wie Tränen über meine Wange rollen. “Ich liebe dich”, sagte ich, “und ich bereue gar nichts.“ (Seite 603)

 

Interview mit Floortje Zwigtman (leider auf Holländisch):

 

Band 1: Ich, Adrian Mayfield

Band 2: Adrian Mayfield – Versuch einer Liebe

Ausersehen /Tales of Partholon 1 – P. C. Cast

Vielen Dank an mira_logo1 für dieses Rezensionsexemplar :)

Bekommen: 15.04.2011

Angefangen: 20.04.2011

Ausgelesen: 21.05.2011

Gelesene Seiten: 526

Bewertung: 4sterne

Klappentext:

Eben noch Lehrerin an der Highschool – und plötzlich in einer Welt, in der Shannon wie eine Göttin behandelt wird. In Partholon halten sie alle für die Hohepriesterin der mächtigen Göttin Epona. Auch wenn Shannon Parker zunächst nicht begreift, wie sie in diese Welt geraten ist, versucht sie, es mit Humor zu nehmen. Bestimmt ist das alles nur ein Traum … Aber nicht einmal im Traum würde sie sich vorschreiben lassen, wen sie heiraten soll! Auch wenn dieser ClanFintan ihr noch so tief in die Augen schaut und sie sich noch so stark zu ihm hingezogen fühlt … Erst als Shannon von Visionen heimgesucht wird, beginnt sie zu begreifen, dass sie dazu auserwählt worden ist, Partholon zu retten. Sie muss die Menschen vor grausamen, vampirähnlichen Dämonen beschützen – und das kann sie nur mit ClanFintans Hilfe …

Rezension:

Die Highschoollehrerin Shannon wird nach dem Erwerb einer antiken Urne aus ihrer eigenen Welt in eine völlig andere gerissen, in der die Menschen sie für die Hohepriesterin der Epona halten. Das ist, wenn auch ziemlich verwirrend, zuerst auch gar nicht so schlecht, bis sich herausstellt, dass sie einen Zentauren heiraten muss, nachts mehr als reale Alpträume bekommt und zudem noch ein Königreich zu retten hat.

Als sie im Schlaf sieht, dass die Burg eines Mannes, der aussieht wie ihr Vater, von unheimlichen, vampirähnlichen Wesen angegriffen wird, weiß sie, dass sie in Partholon bleiben und die Menschen schützen muss, denn eine alte, grausame Macht hat sich wieder aus der Dunkelheit erhoben und ist gekommen um Männer zu töten und Frauen zu vergewaltigen um sie weitere ihrer Art gebären zu lassen. Doch es gibt noch mehr Gründe zu bleiben, denn Shannon hat in Partholon endlich ihre große Liebe gefunden.

„Ausersehen“ ist einer der wenigen Fantasyromane, die locker geschrieben und einfach angenehm zu lesen sind. Man kann sich in Shannon unglaublich gut hineinversetzen, weil ihr die Ernsthaftigkeit und auch ein wenig die Würde der übrigen Bewohner von Partholon fehlt.

Sie ist „ein einfaches Mädchen aus Oklahoma“, das einfach in diese Situation hineingestolpert ist. Und trotz ihrer absoluten Unkenntnis über das Land, die Fomorianer, die Zentauren oder der Göttin Epona, weiß sie doch jede Situation und die Hürden, die sich ihr in den Weg stellen gut zu meistern.

Ausersehen ist ein wirklich gelungener Auftakt zur neuen Fantasyreihe von P. C. Cast und gerade das offene Ende lässt mich auf die Fortsetzung gespannt warten!

Die Chroniken der Unterwelt – City of Bones – Cassandra Clare

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Bewertung: 5sterne

Rezension:

Als Clary eines Nachts zusammen mit ihrem besten Freund Simon das Pandemonium, einen Nachtclub, besucht, muss sie mit ansehen, wie einige Jugendliche einen gutaussehenden, blauhaarigen Jungen ermorden, der sich daraufhin in Luft auflöst. Sie ist schockiert und die drei Mörder erklären ihr, dass der Junge ein Dämon war. Clary weiß nicht was sie tun soll, denn sie ist die einzige, die etwas von dem Vorfall mitbekommen hat und es war ja noch nicht einmal eine Leiche da! Doch erst, als ihre Mutter entführt und sie von einem widerlichen Dämon angegriffen wird, kann sie glauben, dass es so etwas wie magische Wesen und jene die sie bekämpfen gibt. Zur zweiten Gruppe gehört der gutaussehende Jace. Er ist ein Schattenjäger und er und seine Freunde, Isabel und Alec wollen Clary helfen, ihre Mutter wieder zu finden. Außerdem erklären sie Clary, dass auch in ihr das Blut einer Schattenjägerin fließen muss, denn sie hatte sie in jener Nacht im Pandemonium gesehen, obwohl sie unsichtbar waren. Clary wird immer tiefer in die Geheimnisse der magischen Welt gezogen und erfährt über sich selber Dinge, von denen sie bis zu diesem Zeitpunkt nicht gehört hat.

Ich finde das Buch unglaublich gut! Ich habe es in zwei Nächten gelesen und war absolut fasziniert von der Phantasie der Autorin. Cassandra Clare schreibt außerdem von Lieben, auf die andere Autorin nie kommen würden. Dieses Buch ist für wirklich jeden geeignet, der sich für Urban-Fantasy interessiert! Es ist spannend und hält überraschende Wendungen bereit.

Seelen – Stephenie Meyer

b1-l_p_189039_26_seelen_covergelesene Seiten: 861

Bewertung: 5sterne

Rezension:

Irgendwann in der Zukunft: Als Wanda aufwacht, besitzt sie wieder einen Körper, auch wenn ihr Wirt, Melanie, noch immer da ist und sich verzweifelt zur Wehr setzt. Wanda ist eine Seele und war schon auf vielen unterschiedlichen Planeten und hat schon mehr als zehn Leben durchgespielt. Doch dieses Leben wird anders, denn selbst nach Monaten befindet sich Melanie noch in ihrem Körper. Einer so verbissenen und hartnäckigen Spezies ist Wanda noch nie begegnet und schließlich schafft Melanie es sogar, Wanda dazu zu bewegen, nach ihrem kleinen Bruder, Jamie, und ihrem Geliebten, Jared zu suchen. Gemeinsam und doch allein irren sie durch die Wüste und finden ihr Ziel schließlich in einer riesigen, unterirdischen  Höhle. Dort leben noch viele Menschen. Richtige Menschen, in denen keines dieser kaltblütigen Aliens steckt. Sie erkennen sofort, dass Wanda eine Seele ist und sperren sie ein. Jared, der dort mit Jamie Zuflucht gefunden hat, wacht Tag und Nacht über den, anscheinend Melanie-losen Körper. Doch allmählich wird klar, dass Melanie noch immer da ist und Wanda auch keine bösen Absichten hegt. Sie hilft den Menschen wo sie kann, doch nach einiger Zeit stellt sich ein neues Problem ein. Melanie und damit auch ihr Körper verzehren sich nach Jared, doch tief in ihrem inneren spührt Wanda etwas ganz anderes. Ihre Zuneigung zu dem freundlich und verständnisvollen Ian wird immer größer, auch wenn ihr Körper ihn nicht begehrt.

“Seelen” ist sehr spannend und gut geschrieben. Es ist realitätsnah und vermittelt die Gefühle der handelnden Person sehr gut. Es ist für jeden zu empfehlen, der auf weniger epische und dramatische SciFi-Romane steht.

Die Tribute von Panem – Flammender Zorn – Suzanne Collins

die_tribute_von_panem_-_flammender_zornGekauft: 22.01.2011

Angefangen: 27.01.2011

Ausgelesen: 29.01.2011

gelesene Seiten: 431

Bewertung: 5sterne

Rezension:

Distrikt 13 erhebt sich und Katniss befindet sich mitten unter den Rebellen, die sie nur mit Ach und Krach aus den Hungerspielen retten konnten. Sie, aber nicht Peeta. Er ist noch immer irgendwo im Kapitol und wird von Präsident White gefoltert, doch trotzdem wird immer wieder von ihr verlangt, stark zu sein. Sie soll auch weiterhin den Spotttölpel spielen, doch Katniss stimmt nur zu, wenn sie Peeta und die anderen Gewinner retten, doch als er in Distrikt 13 eintrifft, ist er wie ausgewechselt. Das Kapitol hat ihn eingewebt und er ist fest davon überzeugt, dass sie böse ist. Katniss kann sich nur mit der Eroberung der anderen Distrikte und der Übernahme der Medien davon ablenken, doch als sie dann endlich ins Kapitol gelangt, um es zu besiegen, geschehen mehr furchtbare Dinge, als sie verkraften kann. Es ist, als währe sie wieder in der Arena und der einzige Gedanke der sie noch beherrscht ist Whites Tod und dafür geht sie über Leichen!

Das Finale der Panem-Trilogie ist grausam. Menschen sterben und werden gefoltert. Die Gewalt des Krieges lässt einen manchmal zurück schrecken und die furchtbaren Dinge, die geschehen sind manchmal fast übermächtig. Man merkt immer mehr, wie Katniss’ Psyche unter all dem, was geschieht leidet. Sie verkommt zu einem Wrack, dass nur noch einem Gedanken geleitet wird und der Schmerz, der in ihrem Inneren herrscht tritt nur noch selten zum Vorschein, doch wird sie es schaffen, den Krieg zu gewinnen und endlich ihre Ruhe zu finden? Collins schafft es auf absolut glaubhafte und gleichsam furchtbare Art und Weise mit Katniss’ Inneren zu spielen und die Grausamkeit des Krieges hervorzuheben. Trotzdem leidet die Geschichte nicht darunter. Im Gegenteil, meine Augen waren an die Buchstaben gefesselt und die Geschichte hat mich, wie schon die Vorherigen, in ihren Bann genommen!

Zitate:

Und wenn er mich fragt: “Du liebst mich. Wahr oder nicht wahr?”, dann antworte ich: “Wahr.”” (S. 425, Z. 3-5)

Percy Jackson – Die Schlacht um das Labyrinth – Rick Riordan

percy-jackson-band-4-percy-jackson-die-schlacht-um-das-labyrinth-31558105Gekauft: Januar 2011

Angefangen: 13.01.2011

Ausgelesen: 24.01.2011

gelesene Seiten: 429

Bewertung: 5sterne

Rezension:

Auf seiner neuen Schule trifft Percy das ungewöhnliche Mädchen vom vorigen Sommer wieder: Rachel Dare und natürlich werden die beiden wieder in einen Kampf verstrickt, so wie auf jeder von Percys Schulen. Sie werden von zwei Empusen (eine Art Vampir mit einem Metall- und einem Ziegenbein) angegriffen und natürlich sieht wieder alles danach aus, als hätte Percy die Schule in Flammen aufgehen lassen. Doch das ist nicht Percys größtes Problem, denn Rachel konnte SEHEN, wie es sich tatsächlich zugetragen hat. Normalerweise durchdringen die Augen von Sterblichen, also Menschen, die weder von Monstern, Göttern oder Titanen abstammen, nicht den Nebel, der alles Übernatürliche vor ihnen verbirgt.
Nach den Ereignissen muss Percy sich ins Camp Halfblood, einem Camp, dass junge Halbblute (zu Hälfte menschliche Töchter und Söhne von Göttern) zum Kampf gegen Monster ausbildet. Doch wer ist der neue Schwertkampflehrer, Quintus, mit seiner riesigen Höllenhunddame? Und wie sind Lukes weiteren Pläne, um das Camp sowie den Olymp zu vernichten und Kronos zurück zur Macht zu verhelfen? Der einzige Weg, diesen Plan durchzuführen scheint das Labyrinth des Dädalus zu sein, dass ein Netzwerk unter den ganzen USA bildet. Doch sich dort zurecht zu finden ist beinahe unmöglich und so bleibt Percy und seinen Freunden nichts anderes übrig, als durch die ewigen Gänge zu irren und vor Luke und seiner Armee den Faden der Ariadne zu finden.

Auch der neue Band der Percy Jackson Reihe ist Riordan wieder sehr gut gelungen. Seine Bücher sind spannend, lustig, lehrreich und vieles mehr und so war auch diesmal die Geschichte wieder sehr fesselnd, doch vor allem hatte man auch was zu lachen. Der spielt ein wenig mit der Kombination aus griechischer Mythologie und der Moderne und gerade das ist, was einen immer fasziniert. Besonders witzig ist es, wenn die Figuren aus dem Lateinunterricht plötzlich zum Leben erwachen. Das verleitet einen bei der nächsten Übersetzung schon direkt zum schmunzeln. Ich empfehle die Reihe wirklich nur weiter, auch wenn es einem vielleicht. auf den ersten Blick als ein Kinderbuch erscheint. Wenn man die ersten Seiten gelesen hat gibt man es einfach nicht mehr aus der Hand!

Himmel und Hölle – Malorie Blackman

Bewertung: 5sterne

Rezension:

Callum und Sephy – Sephy und Callum. Eigentlich könnte alles so einfach sein. Sie kennen sich seit dem Sandkasten, sie sind die besten Freunde, sie werden älter und verlieben sich. Aber für Sephy und Callum ist alles anders, denn Sephy ist eine Alpha und Tochter des Vizepremiers und Callum ein Zero. Eine unmögliche Verbindung in der Welt, in der die beiden leben. Aber sie treffen sich heimlich und lassen einander nicht los, auch wenn es ihr gesellschaftliches Leben um einiges erleichtern könnte. Als Callum dann als einer der ersten Zeros an Sephys Schule angenommen wird, scheint zunächst eine Chance für die beiden zu entstehen. Aber von einer Sekunde zur nächsten kippt die Stimmung und das ganze Ausmaß der Diskriminierung in ihrer Gesellschaft tritt zu Tage. Als dann ein schrechlicher Anschlag auf ein Einkaufszentrum der Alphas geschieht, stellt das die beiden Liebenden auf eine harte Probe. Wer kann wem noch glauben? Ist Callums Loyalität gegenüber Sephy oder seinen eigenen Leuten stärker? Und kann Sephy Callum ihre Loyalität beweisen?
Dann wird Callums Dad verhaftet und für den Anschlag verantwortlich gemacht und nichts ist mehr, wie es einmal war.
Was zunächst wie eine moderne Romeo und Julia – Story daher kommt, belehrt einen schnell eines Besseren. Unheimlich schnell, atemlos und unerwartet schreitet die Geschichte fort und nimmt einen mit in eine Welt, in der die Rassentrennung in der westlichen Welt noch in vollem Gange ist. Aber wir befinden uns nicht etwa im 19. Jahrhundert, nein, es ist die Jetztzeit einer fiktiven Welt. Fiktiv? Ja, denn die herrschende Rasse, die Alphas, sind nicht etwa die Weißen. Nein, in dieser Welt herrschen die Schwarzen und ich war schockiert, wie schwer es mir zu Beginn des Buches fiel mir die Alphas als Schwarze und die Zeros als Weiße vorzustellen. Schockiert darüber, wie sehr das Bild der “herrschenden Weißen” durch den geschichtlichen Hintergrund der Sklaverei, in meinem Kopf doch verankert war.
Ein Effekt, auf den Malorie Blackman bewusst setzt und das tut sie gekonnt. Dieses Buch ist wirklich großartig. Es rüttelt einen auf und führt einem vor Augen, wie festgefahren man in seinem Denken sein kann ohne dass es einem bewusst ist.
Ich jedenfalls werde mir gleich den Nachfolgeband kaufen und kann nur jedem empfehlen, dieses Buch zu lesen.
Ab 14!