Der Übergang – Justin Cronin

Originaltitel: The Passage

deruebergangGeschenkt bekommen: 24.12.2010

Verlag: Goldmann

Angefangen: 01.01.2011

Ausgelesen: 09.01.2011

gelesene Seiten: 1024

Bewertung: 5sterne

Die Welt, wie Sie sie kennen, wird es nicht mehr geben!
Bevor sie das Mädchen von Nirgendwo wurde – das Mädchen, das plötzlich auftauchte, die Erste und Letzte und Einzige, die tausend Jahre lebte – war sie nur ein kleines Mädchen aus Iowa und hieß Amy. Amy Harper Bellafonte.
Das Mädchen Amy ist gerade einmal sechs Jahre alt, als es von zwei FBI-Agenten entführt und auf ein geheimes medizinisches Versuchsgelände verschleppt wird. Man hat lange nach Amy gesucht: der optimalen Versuchsperson für ein mysteriöses Experiment, das nichts Geringeres zum Ziel hat, als Menschen unsterblich zu machen. Doch dann geht irgendetwas schief – völlig schief. Von einem Tag auf den anderen rast die Welt dem Untergang entgegen. Und nur eine kann die Menschheit vielleicht noch retten: Amy Harper Bellafonte.

Rezension:

Amy, Nachname unbekannt. Sie ist das perfekte Testobjekt für eine streng geheime Forschungsreihe der Army. Als Amy vom FBI entführt wird und auf das geheime Armygelände irgendwo in Colorado gebracht wird, ist sie 6 Jahre alt. Das Experiment soll mit Hilfe eines Virus Menschen unsterblich machen. Aber Amy ist nicht die erste Testperson. 12 Infizierte gibt es bereits. Die haben jedoch alle Menschlichkeit verloren. Bei Amy aber erzielt der Virus die erhoffte Wirkung und das Experiment scheint die Menschheit in ein neues Zeitalter zu führen. Dann aber gibt es einen Zwischenfall und die 12 Infizierten brechen aus.

Das Ende der Menschheit und der Welt, wie wir sie kennen, ist eingeläutet und nur eine Person kann sie vielleicht noch retten: Amy!

Eine Kurzbeschreibung des Buches zu geben ist unheimlich schwer, denn ein Werk von über 1000 Seiten in ein paar Sätze zu quetschen, kann nur scheitern. Justin Cronin hat hier den Beginn eines Werkes von epischen Ausmaßen geschaffen. Sehr detailliert führt er seine Charaktere ein und was sich nach unglaublichen Längen anhört, ist es keinesfalls. Cronin ist in der Lage selbst Charakterbeschreibungen spannend einzuflechten und man kann das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen. Man merkt bei jeder Seite, die man liest, dass Cronin als Professor für Englische Literatur Kenntnis von Sprache und Stilmitteln hat und selbst in der deutschen Übersetzung kann man noch die Virtuosität erkennen, mit der er Sprache benutzt und mit ihr jongliert um diese großartige Story zu erzählen. Man fiebert der Fortsetzung entgegen und ich hoffe, dass sie nicht all zu lange auf sich warten lassen wird. Dieses Buch ist eines der packendsten, das ich je gelesen habe und ich bin zuversichtlich, dass Cronin mit seinem einzigartigem Stil dem Anspruch, den seine Leser nach diesem Buch an ihn haben, auch im nächsten gerecht werden kann.

Stephen King hat über dieses Buch gesagt:

„Lesen Sie dieses Buch, und die Welt, wie Sie sie kennen, wird es nicht mehr geben.“

Auch wenn das sehr pathetisch klingt und sicher ein bisschen überzogen ist, hat dieser Satz dennoch einen wahren Kern, denn man denkt schon noch lange über das Buch nach und unweigerlich kommen einem Gedanken daran, welche Experimente die Regierungen der Welt vielleicht vor den Augen und Ohren der Öffentlichkeit verbergen. Experimente, die vielleicht gerade jetzt, in diesem Augenblick, aus dem Ruder laufen und die Existenz der gesamten Menschheit gefährden. Wer sagt uns, dass es nicht so ist?

Zitate:

Das hier war der Ort. Mehr als die Busse oder der abgestürzte Hubschrauber mit den toten Soldaten verriet es ihm die Stille. Es war mehr als das bloße Fehlen von Geräuschen. Es war die Stille, die kam, wenn etwas aufgehört hatte. (S. 688)

Wer immer diese Anlage gebaut hatte, dachte er, hatte sie für die Ewigkeit gebaut. Der Raum erinnerte ihn an eine Bibliothek, nur dass die Bücher hier Kisten waren, und die Kisten enthielten keine Wörter, sondern Waffen. Die Hinterlassenschaften des letzten, verlorenen Krieges, verpackt und eingelagert für den nächsten. (S. 690)

Denn wenn das Mädchen nicht gewesen wäre, hätte er es getan. Er hätte die Frau getötet. Er hätte jeden getötet. Er hätte alles getan, was sie wollten. Und wenn du das erst über dich weißt, sagte er, kannst du dieses Wissen nicht mehr abschütteln. Wer immer du zu sein glaubtest, jetzt bist du jemand anderes, ganz und gar.     (S. 851)

Der Verlag über den Autor:

Justin Cronin stammt aus New England und studierte in Harvard. Er besuchte den berühmten Iowa Writers’ Workshop und lebt heute mit seiner Frau und seinen Kindern in Houston, Texas, wo er an der Rice University Englische Literatur unterrichtet. Er veröffentlichte zwei Romane, für die er mehrfach ausgezeichnet wurde. Die Übersetzungsrechte an seinem jüngsten Roman »Der Übergang«, an dem er über vier Jahre arbeitete, wurden innerhalb kürzester Zeit in 23 Länder verkauft.

 

 

 

 

Leseprobe: http://www.randomhouse.de/content/edition/excerpts/60640.pdf

Website zum Buch: http://www.randomhouse.de/dynamicspecials/cronin/

Englische Buchwebsite: http://enterthepassage.com/

20th Century Fox hat laut New York Times die Filmrechte für rund 1,75 Millionen $ erworben. Voraussichtlich soll Ridley Scott Regie führen.

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