Black Out – Andreas Eschbach

Gekauft: Dezember 2010

Angefangen: 25.01.2011

Ausgelesen: 27.01.2011

gelesene Seiten: 461

Bewertung: 5sterne

Christopher ist auf der Flucht. Gemeinsam mit der gleichaltrigen Serenity ist er unterwegs in der Wüste Nevadas. Irgendwo dort draußen muss Serenitys Vater leben, der Visionär und Vordenker Jeremiah Jones, der sämtlicher Technik abgeschworen hat, nachdem er erkennen musste, welche Gefahren die weltweite Vernetzung mit sich bringen kann. Doch eine Flucht vor der Technik – ist das heute überhaupt möglich? Serenity ahnt bald, auf was und vor allem auf wen sie sich eingelassen hat. Denn der schwer durchschaubare Christopher ist nicht irgendjemand. Christopher hat einst den berühmtesten Hack der Geschichte getätigt. Und nun ist er im Besitz eines Geheimnisses, das dramatischer nicht sein könnte: Die Tage der Menschheit, wie wir sie kennen, sind gezählt.

Rezension:

Was wäre, wenn das Individuum in der Geschichte der Menschheit zum Auslaufmodell würde? Dieser Frage, und damit einem unglaublichen Geheimnis, muss sich der 17jährige Christopher stellen. Einst der gefürchtetste Hacker der Welt, befindet er sich mit der Gruppe um den Visionär Jeremiah Jones und dessen Tochter Serenity auf der Flucht vor der ultimativen weltweiten Vernetzung. Denn Christopher hat gesehen, was geschieht, wenn die Technik den Menschen überholt. Er hat es gesehen – aber kann er es auch aufhalten?

Mit unglaublichem Können spannt Andreas Eschbach in diesem ersten Teil um Christopher und Serenity seinen Plot auf einen Spannungsbogen, der, einmal losgelassen, die Handlung mit wahnsinnigem Tempo davon schnellen lässt. 

Seine Beschreibungen dessen, was die fortschreitende Technik mit sich bringen könnte, sind unheimlich fesselnd und die Hauptcharaktere sehr gut ausgearbeitet. Gleich von Anfang an verfällt man der Story und kann nach kurzer Zeit das Buch kaum noch aus den Händen legen. Das, was in der Welt dieses Romans geschieht, treibt einem mehr als einmal die Schweißperlen auf die Stirn und das Finale wird wohl niemand ohne feuchte Hände überstehen.

Ein Teil der Spannung des Buches geht definitiv auch darauf zurück, dass man sich beim Lesen unweigerlich fragt: Wie weit ist die Technik in unserer Welt wirklich? Wie weit ist die Realität des Buches von der tatsächlichen Realität entfernt? Stehen wir am Ende ähnlich nah vor dem Abgrund wie Christopher und Serenity, ohne es auch nur zu ahnen?

Definitiv der fesselndste Eschbach seit “Das Jesus-Video”.

Ein wirklich furioser Auftakt – ein tolles Buch – ein echter Eschbach!

Zitate:

“Es ist niemals egal, was man glaubt”, sagte ihr Dad sanft. “Und ich meine das nicht im religiösen Sinn. Was man für möglich hält und was nicht, bestimmt, was man erreichen kann oder eben nicht.” (Seite 285)

“Aber ich bin überzeugt davon, dass du eine Lösung finden kannst, sobald du den Entschluss dazu fasst. Sobald du glauben kannst, dass es eine Lösung gibt, wirst du sie auch finden.” (Seite 291)

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