Skinned – Robin Wasserman

 

Bewertung: 5sterne

Rezension:

Irgendwann in der Zukunft: Lia Kahn hat alles, was sie sich nur wünschen könnte: Sie ist extrem reich, ist eines der angesagtesten Mädchen an der Schule, hat einen ganz tollen Freund und und und. Doch nach einem Autounfall stirbt sie und die Daten ihres Gehirns werden in einen Roboter übertragen. Dieser sieht haargenau so aus wie ein Mensch. Das Leben in der Reha wird für Lia zum Horror, sie muss neu sprechen und gehen lernen. Alles fühlt sich falsch an, denn die Gefühle und alles werden zwar simuliert und dennoch kann es niemals einen richtigen Körper ersetzen. Als Lia nach einigen Wochen endlich wieder nach Hause darf, hat sich auch dort alles verändert. Ihre ältere Schwester, Zoie, mit welcher sie sich nicht sonderlich gut versteht, scheint ihren Platz eingenommen zu haben. Sie läuft jetzt an Lias Stelle in ihrem Team, sie hat sich mit ihren Freunden angefreundet und versteht sich besser mit ihrem Vater denn je.
Lias Leben wird total anders und verzerrt. Alle, selbst ihre engsten Vertrauten, meiden sie und ihr Freund scheint nur aus Schuldgefühlen noch mit ihr zu gehen. Der einzige, der in dieser Zeit Verständnis zeigt, ist der absolute Außenseiter Auden, doch auch er scheint sich nur für ihre Umstände zu interessieren. Dennoch freunden sich die beiden an und erleben von nun an die ganze Schmach gemeinsam. Lia lernt außerdem auch noch andere Leute wie sie, Mechheads, Skinner, kennen. Sie sind sehr von sich überzeugt, doch Lia weiß nicht so recht, was ise von ihnen halten soll. Als Zoie einige, bis lang von ihr wohl behütete Geheimnisse erzählt, kann Lia es kaum noch glauben und dann geschehen viele schlimme Sachen, die Lia nachhaltig erschüttern, Schlag auf Schlag und werfen letztendlich einige Fragen auf: Ist Lia wirklich noch Lia? Oder ist sie nur ein Abbild, eine Kopie?
Ich fand das Buch, Skinned, wirklich sehr gut. Es war spannend aber auch tiefgründig, denn beim Lesen wird man mit Themen konfrontiert, die einen abends im Bett grübeln lassen. Durch Lias „Download“ befinden sich nämlich die ganzen Informationen und Erinnerungen von ihr in dem neuen Körper, allerdings ist es vermutlich vom Leser abhängig, ob man der Meinung ist dass Lia tot ist oder lebendig. Es ist ein schwieriger Sachverhalt, der zudem weitere Fragen aufwirft, nämlich „Was ist ein Mensch?“ und „Kann man ohne einen Körper trotzdem ein Mensch sein, oder geht mit diesem auch die eigene Identität verloren? Es ist tatsächlich sehr interessant, wie die Autorin diesen Zustand in ihrem Buch beschreibt. Ich kann es wirklich nur weiterempfehlen und bin schon gespannt auf die folgenden beiden Bände der Trilogie.

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