Sommer war gestern – Ute Wegmann

Vielen Dank an    für dieses Rezensionsexemplar :)

Bekommen: 03.02.2011

Angefangen: 17.02.2011

Ausgelesen: 18.02.2011

Gelesene Seiten: 363

Bewertung: 3sterne

Klappentext:

Sie sind fast 16 und beste Freundinnen, sie wollen berühmte Modedesignerinnen werden und die Welt erobern. Aber vor allem wollen Ela und Kati raus aus dem öden Vorort! Seit Neuestem ist Anouk dabei, das Mädchen aus der Stadt, das so anders ist. Ela gefällt das nicht. Und ihr gefällt nicht, dass Kati Anouk Dinge erzählt, die sie bisher nur Ela erzählt hat. Ganz wund ist ihre Seele, und Trost sucht sie immer häufiger bei Jungs und Autos. Lars heißt der Neue. Was ist eigentlich los mit Ela? Warum ist alles so furchtbar? Katis Verhalten. Ihre Eltern, die jetzt ständig streiten. Lars, der viel zu erwachsen für sie ist. Ela begreift viel in diesem Sommer, vor allem, dass Erwachsen werden auch bedeutet, sich von liebgewordenen Kindheitsträumen zu verabschieden.

Rezension:

Ela und Kati sind beste Freundinnen seit sie denken können. Absolut unzertrennlich teilen sie alles miteinander. Bis eines Tages Anouk auftaucht und Kati immer öfter mit der Neuen abhängt und ihr sogar Geheimnisse erzählt, die bisher nur Ela und ihr gehörten. Ela fühlt sich verraten und verlassen und wendet sich einer Gruppe Jungs zu, die sich mit Autorennen die Zeit vertreiben. Hat Elas und Katis Freundschaft noch eine Chance?

Die Geschichte, die Ute Wegmann hier erzählt, spielt sich so oder ähnlich vermutlich viele Male zwischen Freundinnen ab und dürfte viele junge Mädchen ansprechen, die sich gerade in ähnlichen Lebensphasen befinden. Die Autorin erzählt sehr schön, wie sich praktisch über Nacht Beziehungen verändern können und wie unterschiedlich junge Menschen darauf reagieren.

Die Grundidee des Buches ist wirklich nicht schlecht und es wurde sich viel Mühe mit den Charakteren gegeben, nichtsdestotrotz sind leider nicht alle Facetten von Elas Persönlichkeit nachvollziehbar und dass die Eltern, egal ob Katis oder Elas, fast namenlose und gesichtslose Wesen bleiben, die immer nur “die Mutter” oder “der Vater” sind, lässt einen beim Lesen gelegentlich stolpern und stört den Fluss der Geschichte.

Die Handlung impliziert zwar eindeutig, dass es sich um ein Jugendbuch handelt, aber der erzählerische Stil erinnert manchmal doch stark an ein Kinderbuch.

Am Ende gehe ich zwiegespalten aus der Geschichte heraus. Einerseits recht schön erzählt, andererseits bleibt mir dann doch die tiefere Botschaft verborgen, die Frau Wegmann transportieren wollte und der lockere Umgang in einem Jugendbuch mit Themen wie rauchen und illegalen Autorennen, ohne dass es Konsequenzen hätte, hat mich schon auch gestört.

Alles in allem nicht schlecht, aber einige erzählerische Schwächen und Wirrungen um Handlungsstrang trüben leider das Lesevergnügen.

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