Archiv | April 2011

Das neue Buch Genesis – Bernard Beckett

image Vielen Dank an script5 für dieses Rezensionsexemplar :)

Bekommen: 25.02.2011

Angefangen: 19.04.2011

Ausgelesen: 20.04.2011

Gelesene Seiten: 176

Gelesene Seiten insgesamt 2011: 7102

Bewertung: 4sterne

Klappentext:

Eine Idee, so alt wie de Welt.

Eine Frage, mächtiger als jede Waffe.

Eine Antwort, die die Welt zum Einsturz bringt.

Ein meisterhaft gestrickter Roman über das Wesen des Menschseins mit einer verstörenden Auflösung.

Ein Land, abgeschottet vom Rest der Welt, am Ende des 21. Jahrhunderts: Anax steht vor der Prüfungskommission der Akademie. Fünf Stunden hat sie Zeit, um zu beweisen, dass sie würdig ist, in diese mächtige Institution aufgenommen zu werden. Ihr Prüfungsthema kennt sie so gut wie ihre eigene Geschichte: Adam Forde ist der Held ihrer Kindheit, der Mann, dessen Rebellion die Geschichte ihres Landes für immer prägte. Doch Anax weiß längst nicht alles über die Rolle, die Adam gespielt hat. Sie muss einsehen, dass die Geschichte, wie sie sie kennt, eine Lüge ist. Und dass die Akademie nicht ist, was sie scheint.

“Dies ist unsere Geschichte, wie man sie uns gelehrt hat. Das ist unsere Genesis.“

Rezension von Heike

Nele und Paul – Michel Birbæk

nele-paul-id4533718 Bekommen: April 2011

Angefangen: April 2011

Ausgelesen: April 2011

Gelesene Seiten: 416

Gelesene Seiten insgesamt 2011: 6926

Bewertung: 4sterne

Klappentext:

Es roch nach Frau. Ich schlug die Augen auf und lächelte. Bis ich sah, wo ich war. Ein fremdes Schlafzimmer. Über mir hing eine Wanduhr, deren Ticken mich die ganze Nacht genervt hatte. Auf der Kommode neben dem Bett lag kein Zettel. Es duftete nicht nach Kaffee. Niemand küsste mich wach. Niemand legte sich noch mal zu mir. Niemand verpasste mir einen süßen Blick wegen letzter Nacht. Nachts ließen One-Night-Stands einen bisweilen vergessen, dass es nicht die Frau des Lebens war, die da so schön seufzte. Doch das Morgenlicht rückte das Verhältnis zurecht. Bloß zu Besuch. Ich rollte mich aus dem Bett, griff nach meiner Hose und dachte an Nele. Das ist das Problem mit der großen Liebe – sie versaut einen für die kleinen.

Wenn das Leben ein Strand ist, sind Frauen das Mehr – Michel Birbæk

wenn-das-leben-ein-strand-ist-sind-frauen-das-mehr-id4461599 Bekommen: April 2011

Angefangen: April 2011

Ausgelesen: April 2011

Gelesene Seiten: 432

Bewertung: 3,5sterne

Klappentext:

Ein wunderbares Buch über einen Drehbuchautor mit Liebeskummer, der sich ruhelos durch Großstadtnächte, Promipartys und falsche Betten schlägt, bevor er endlich ans Meer fährt, um es wieder zu finden ═ und dann sie findet. Alles an ihr ist richtig. Doch ist sie die Richtige? Wie erkennt man Miss Right, wenn man sie trifft?

Ich dich auch nicht – Sacha Sperling

Vielen Dank an ref_piper_logo für dieses Rezensionsexemplar :)

Bekommen: 25.02.2011

Angefangen: März 2011

Ausgelesen:  März 2011

Gelesene Seiten: 224

Bewertung: 3sterne

Klappentext:

Sacha Winter ist 14. Seine Mutter, eine Ex-68erin, verwöhnt ihn mehr, als dass sie ihn erzieht. Der Vater gibt sich bei seinen seltenen Auftritten erfolglos autoritär. Sacha gehört zu der coolen Clique in seiner Pariser Reiche-Leute-Schule, aber eigentlich langweilt ihn das alles. Da lernt er den charismatischen Augustin kennen. Mit ihm geht er Wodka klauen, raucht, snifft, beginnt Mädchen »flachzulegen«. Aber es ist Augustin, in den er sich verliebt …
Sperling erzählt mit subtiler Beobachtungsgabe und in einem geradezu filmischen Stil die immer wieder neue Geschichte vom Erwachsenwerden. Der besondere Ton dieses Romans – desillusioniert, luzide, beißend – zeugt von ganz ungewöhnlichem literarischen Talent.

Rezension von Heike

Die Frau meines Lebens – Nicolas Barreau

Bekommen: 05.04.2011

Angefangen: 06.04.2011

Ausgelesen: 06.04.2011

Gelesene Seiten: 144

Bewertung: 4sterne

Klappentext:

Eines Mittags sitzt im Pariser Lieblingscafé des passionierten Buchhändlers Antoine wie vom Himmel gefallen die Frau seines Lebens. Beim Hinausgehen wirft die schöne Unbekannte ihm ein Kärtchen mit einer Telefonnummer zu, die aber nicht mehr vollständig ist. Antoine hat nun zehn verschiedene Möglichkeiten und nur 24 Stunden Zeit, um die Frau seines Lebens wiederzufinden …

Rezension von Heike

Das Erbe der Lady Eleanor – Hanna Friedrich

das-erbe-der-lady-eleanor-id4481602 Vielen Dank an krugschadenberg1 für dieses Rezensionsexemplar :)

Bekommen: 26.02.2011

Angefangen: April 2011

Ausgelesen: April 2011

Gelesene Seiten: 279

Bewertung: 3sterne

Klappentext:

England im Jahre 1215: Ausgerechnet am Tag ihrer Verlobung mit Lord Brian verliebt sich die schöne Lady Isabelle Hals über Kopf in Sir Ross, den erklärten Erzfeind ihres künftigen Gatten. Kurz darauf überschlagen sich die Ereignisse: ein geheimnisvolles Amulett verschwindet, Lady Isabelle muss erkennen, dass ihr Verlobter ein machtgieriger Schurke ist, und sie findet heraus… (Eigentlich geht der Klappentext an dieser Stelle noch weiter, aber er verrät so viel vom Inhalt, dass ich den Rest lieber weglasse, für die, die nicht vorher schon alles wissen möchten.)

Rezension:

Eine schöne Lady, die glaubt zum Wohle des Volkes einen Lord heiraten muss, den sie nicht liebt und der noch dazu ein richtiges Ekelpaket ist. Ein galanter Ritter mit einem Geheimnis und ein Rätsel, das es zu lösen gilt.

Stoff für eine wirklich interessante und kurzweilige Geschichte, den Hanna Friedrich in ihrem Erstlingswerk solide umgesetzt hat. Sie hat einen historischen Liebesroman geschrieben, den man gut an einem Sommernachmittag in der Sonne verschlingen kann.

Was dieser Roman nicht ist: es ist kein dicker historischer Schmöker mit ausschweifenden Beschreibungen von Schlachten und es gibt auch keine besonders aufregenden Verwicklungen und überraschende Wendungen. Außerdem würde ich ihn auch nicht als klassischen “Lesbenroman” (was bei einem Buch, das in einem Verlag erschienen ist, der ausschließlich lesbische Literatur verlegt, nahe liegt) bezeichnen wollen.

Insgesamt denke ich, dem Roman hätten 200 – 300 Seiten mehr sehr gut getan. So hätte ich mir deutlich mehr Tiefgang in der Charakterisierung der Protagonisten gewünscht. Die Romantik kam mir ein bisschen zu kurz und die Gefühlswelt der beiden Frauen, die sich ineinander verlieben erschien mir sehr eindimensional. Natürlich muss nicht jeder Roman mit homosexuellen Hauptpersonen eine kritische Auseinandersetzung mit diesem Thema haben – im Gegenteil! – aber da der Roman im Mittelalter spielt, hätte ich zumindest ein kleines bisschen Realismus erwartet. So sollte es für Lady Isabell nun wirklich nicht besonders selbstverständlich sein, dass sie sich in eine Frau verliebt hat, was sicherlich für erhebliche Gefühlsverwirrungen gesorgt haben müsste.

Ein großer Pluspunkt für mich: Klischees fehlten völlig und es gab nicht unnötig viel Schlachtengemetzel.

Fazit: gute 3 Sterne für ein Buch, das mich gut unterhalten hat und wo ich mich über eine Fortsetzung (mit mehr Seiten?) sehr freuen würde.

Neva – Sara Grant

Vielen Dank an pan für dieses Rezensionsexemplar :)

Bekommen: 15.04.2011

Angefangen: 18.04.2011

Ausgelesen: 18.04.2011

Gelesene Seiten: 352

Bewertung: 4,5sterne

Klappentext:

Die 16-jährige Neva hat es satt, keine Antworten auf Fragen zu bekommen, die sie nicht einmal laut stellen darf: Warum wird ihr Heimatland von einer undurchdringbaren Energiekuppel von der Außenwelt abgeschottet? Warum verschwinden immer wieder Menschen spurlos? Und was ist mit ihrer Großmutter geschehen, die eines Tages nicht mehr nach Hause kam? Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Sanna beschließt Neva, Antworten zu verlangen und nicht mehr brav alle Gesetze und Regeln zu befolgen. Doch dabei verliebt sie sich nicht nur in den einen Jungen, der für sie tabu sein muss – sondern gerät auch in tödliche Gefahr …

Rezension:

Nevas Welt ist begrenzt. Begrenzt durch die Protektosphäre. Eine Energiekuppel, die ihr Land von der Außenwelt abschottet und durch die es kein Entkommen gibt. Angeblich gibt es dieses Energiefeld nur, um die Menschen vor der feindlichen Umwelt zu schützen in der es kein Leben mehr geben kann. Aber immer mehr Menschen glauben nicht daran, dass es da nichts mehr geben soll. Auch Neva nicht. Als sie beginnt unbequeme Fragen zu stellen und das ganze System und die Regierung zu hinterfragen, begibt sie sich in große Gefahr.

Zum Thema Zukunftswelten und Endzeit gibt es momentan viele Romane auf dem Markt und man könnte, wenn man den Klappentext liest, glauben, dass es in diesem Roman nichts Neues zu entdecken gibt, aber man sollte sich nicht davon abhalten lassen dieses Buch zu lesen und Sara Grants Geschichte eine Chance zu geben, denn ich finde, sie hat das Thema toll interpretiert und mit ihrem flüssigen Schreibstil etwas ganz Eigenes geschaffen.

Die Figur der Neva ist glaubhaft aufgebaut. Sie ist zwar rebellisch und aufsässig und auch leichtsinnig und bereit, etwas zu riskieren, aber dennoch ist nichts zu übertrieben dargestellt. Sie ist kein Superheld, sondern eine 16jährige, die die Welt, in der sie lebt, nicht mehr vorbehaltlos hinnehmen kann und will und den Mut aufbringt, sich zur Wehr zu setzen gegen ein System, dass sich selbst über die Einzigartigkeit des Individuums stellt.

Sara Grant hat die Balance zwischen den lauten und den leisen Tönen perfekt gefunden und gibt dem Leser, egal ob 16 oder 40, eine kurzweilige Geschichte an die Hand, die ein tolles Freizeitvergnügen, aber ebenso viel Stoff zum Nachdenken bietet.

Ein wunderbares Zukunftsdrama, das durchaus Stoff für die ein oder andere Fortsetzung bietet. Ich bin gespannt!

Zitate:

Sobald man etwas weiß, gibt es keinen Weg zurück zur Unwissenheit. (Seite 127)