Noahs Kuss… und plötzlich ist alles anders – David Levithan

Vielen Dank an cbt-verlag für dieses Rezensionsexemplar :)

Bekommen: 18.03.2011

Angefangen: 23.03.2011

Ausgelesen: 25.03.2011

Gelesene Seiten: 285

Bewertung: 4sterne

Klappentext:

Eigentlich hat Paul von der Liebe genug, seit sein Freund Kyle ihn hat sitzen lassen. Doch dann trifft er Noah – und plötzlich ist alles anders. Denn Paul und Noah verlieben sich heftig ineinander, und auch wenn beide über ihre letzten Beziehungen noch nicht ganz hinweg sind, beschließen sie doch, sich aufeinander einzulassen. Pech nur, dass Ex-Freund Kyle genau in dem Moment, in dem Paul und Noah sich näherkommen, wieder in Pauls Leben tritt…

Rezension:

Eine Highschool in den USA. Der Quarterback des Footballteams ist eine Dragqueen, einige Schüler sind hetero, andere sind schwul oder lesbisch und wieder andere bi… eine (fast) perfekte queere Gesellschaft. Mittendrin Paul, der von seiner großen Liebe Kyle verlassen wurde, weil der plötzlich glaubte hetero zu sein.

Als Noah an der Schule auftaucht, der ebenfalls von einer großen Liebe enttäuscht wurde, scheint für beide ein Neuanfang möglich. Aber natürlich geht das nicht ohne Komplikationen und Missverständnisse. Plötzlich erkennt Kyle, dass es ein Fehler war, Paul zu verlassen. Haben Noah und Paul eine Chance und ist am Ende Heilung und neues Vertrauen möglich?

Mit sehr viel Feingefühl hat David Levithan hier eine Welt erschaffen in der es fast belanglos ist, welches Geschlecht der Mensch hat, den man liebt. Eine Welt, in der Jugendliche sich darauf konzentrieren können, sich selbst zu finden und zu entdecken. Eine schöne, fast perfekte Welt. Am Anfang verstörend, weil jeder, der die Realität kennt weiß, dass es leider noch eine fiktive Welt ist, aber im Verlauf des Buches schätzt man immer mehr das schöne Umfeld, dass der Autor einem bietet und lässt sich fallen in eine Welt, die sich jeder, der nicht in die Heteronormativität unserer Realität passt, so oder zumindest ähnlich wünscht.

Die Liebe zwischen Paul und Noah hätte für meinen Geschmack noch ein wenig mehr Tiefe vertragen können, aber da es ein Jugendbuch ist, ist das dann auch schon jammern auf hohem Niveau.

Insgesamt eine schöne, runde Geschichte in die man sich fallen lassen kann und die einen mit einem rosa Wölkchen im Herzen zurücklässt. Mindestens so lange, bis man wieder in der echten Welt ankommt, in der leider immer noch nicht alles so rosa ist, wie es sein könnte.

Zitate:

Seine Eltern sind Religionsfanatiker, wobei völlig unwichtig ist, um welche Religion es sich dabei handelt – ab einen bestimmten Punkt sind sich alle gleich. Kaum eine davon sieht es gern, dass ein schwuler Junge sich am Samstagabend mit seinen Freunden in der Stadt herumtreibt. (Seite 7)

An diesem Ort, in diesem Moment sind wir ganz von uns erfüllt. Wir sind die, die wir sein wollen, Ich hatte es bisher in meinem Leben leicht, denn um Ich sein zu können, brauchte ich nicht viel Mut. Aber andere mussten eine ganze Welt umrunden, um hier auf der Lichtung zu sich selbst zu finden. (Seite 282)

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