Das Erbe der Lady Eleanor – Hanna Friedrich

das-erbe-der-lady-eleanor-id4481602 Vielen Dank an krugschadenberg1 für dieses Rezensionsexemplar :)

Bekommen: 26.02.2011

Angefangen: April 2011

Ausgelesen: April 2011

Gelesene Seiten: 279

Bewertung: 3sterne

Klappentext:

England im Jahre 1215: Ausgerechnet am Tag ihrer Verlobung mit Lord Brian verliebt sich die schöne Lady Isabelle Hals über Kopf in Sir Ross, den erklärten Erzfeind ihres künftigen Gatten. Kurz darauf überschlagen sich die Ereignisse: ein geheimnisvolles Amulett verschwindet, Lady Isabelle muss erkennen, dass ihr Verlobter ein machtgieriger Schurke ist, und sie findet heraus… (Eigentlich geht der Klappentext an dieser Stelle noch weiter, aber er verrät so viel vom Inhalt, dass ich den Rest lieber weglasse, für die, die nicht vorher schon alles wissen möchten.)

Rezension:

Eine schöne Lady, die glaubt zum Wohle des Volkes einen Lord heiraten muss, den sie nicht liebt und der noch dazu ein richtiges Ekelpaket ist. Ein galanter Ritter mit einem Geheimnis und ein Rätsel, das es zu lösen gilt.

Stoff für eine wirklich interessante und kurzweilige Geschichte, den Hanna Friedrich in ihrem Erstlingswerk solide umgesetzt hat. Sie hat einen historischen Liebesroman geschrieben, den man gut an einem Sommernachmittag in der Sonne verschlingen kann.

Was dieser Roman nicht ist: es ist kein dicker historischer Schmöker mit ausschweifenden Beschreibungen von Schlachten und es gibt auch keine besonders aufregenden Verwicklungen und überraschende Wendungen. Außerdem würde ich ihn auch nicht als klassischen “Lesbenroman” (was bei einem Buch, das in einem Verlag erschienen ist, der ausschließlich lesbische Literatur verlegt, nahe liegt) bezeichnen wollen.

Insgesamt denke ich, dem Roman hätten 200 – 300 Seiten mehr sehr gut getan. So hätte ich mir deutlich mehr Tiefgang in der Charakterisierung der Protagonisten gewünscht. Die Romantik kam mir ein bisschen zu kurz und die Gefühlswelt der beiden Frauen, die sich ineinander verlieben erschien mir sehr eindimensional. Natürlich muss nicht jeder Roman mit homosexuellen Hauptpersonen eine kritische Auseinandersetzung mit diesem Thema haben – im Gegenteil! – aber da der Roman im Mittelalter spielt, hätte ich zumindest ein kleines bisschen Realismus erwartet. So sollte es für Lady Isabell nun wirklich nicht besonders selbstverständlich sein, dass sie sich in eine Frau verliebt hat, was sicherlich für erhebliche Gefühlsverwirrungen gesorgt haben müsste.

Ein großer Pluspunkt für mich: Klischees fehlten völlig und es gab nicht unnötig viel Schlachtengemetzel.

Fazit: gute 3 Sterne für ein Buch, das mich gut unterhalten hat und wo ich mich über eine Fortsetzung (mit mehr Seiten?) sehr freuen würde.

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