Léon und Louise – Alex Capus

ac_leon_louise_400 Bekommen:04.05.2011 (Danke! :) )

Angefangen:04.05.2011

Ausgelesen:05.05.2011

Gelesene Seiten:320

Gelesene Seiten insgesamt 2011:7422

Bewertung: 5sterne

Klappentext:

Es ist die große Liebe: Léon und Louise begegnen sich an der Atlantikküste im Ersten Weltkrieg, doch dann reißt ein Fliegerangriff die beiden auseinander. Sie halten sich für tot. Léon heiratet, doch Louise, von leidenschaftlichem Temperament, geht ihren eigenen Weg – bis sie sich 1928 zufällig in der Pariser Métro wiederbegegnen. Der Beginn einer hinreißenden Dreiecks-Geschichte, die den Widrigkeiten des Lebens mit Aufrichtigkeit, Humor und Beharrlichkeit standhält.

Der Autor liest:

Zitate:

Léon verstand und hieß alles gut, was Louise sagte – und zwar einfach, weil sie es war, die es sagte. Er fand ihr Lachen schön, weil es ihr Lachen war, und er liebte ihren aufmunternd forschenden Blick, weil es ihre grünen Augen waren, die ihn so anschauten, als würden sie beständig fragen: Sag mir, bist du’s? Bist du’s wirklich? Die verirrte Haarsträhne quer über Louises Stirn fand er hinreißend, weil es ihre Haarsträhne war, und über die Pantomime, mit der sie den Bürgermeister beim Zigarrenanzünden nachahmte, musste er lachen, weil es eben ihre Pantomime war. (Seite 63)

Dann gingen sie wieder schweigend nebeneinander, als ob sie ein lange vertrautes Paar wären, das sich nichts mehr zu beweisen hat. Als sie noch auf ihren Rädern gesessen und in die Pedale getreten hatten, waren sie frei und unbefangen gewesen, weil das Ziel noch in der Zukunft gelegen hatte und die Gegenwart nicht das Eigentliche gewesen war; jetzt gab es keinen Hinderungsgrund und keine Ausflucht mehr – was nun war, zählte. Aber auch jetzt, da sie so über den Hafen spazierten, gab es zwischen ihnen keine Vorsicht und kein Unbehagen, nur die Schwierigkeit, sich in Worten auszudrücken. (Seite 70)

Ich kann Gas geben, Licht machen und hupen. Bremsen will ich nicht können. (Seite 150)

Es sind immer die Besten, die Ungehorsam sind, das zeigt schon ein flüchtiger Blick in die Geschichte. Es ist der Ungehorsam, der die Besonderen vor den Gewöhnlichen auszeichnet, glauben Sie nicht auch? (Seite 255)

Die Liebe ist doch ein Anmaßung, nicht wahr? Besonders wenn sie schon ein Vierteljahrhundert dauert. Möchte zu gern wissen, was das ist. Eine hormonelle Dysfunktion zwecks Reproduktion, wie die Biologen behaupten? Seelentrost für kleine Mädchen, die ihren Papa nicht heiraten durften? Daseinszweck für Ungläubige? Das alles zusammen, mag sein. Aber auch mehr, das weiß ich. (Seite 277)

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