Das Lied der Banshee – Janika Nowak

Bekommen: April 2011

Angefangen: 29.04.2011

Ausgelesen: 12.05.2011

Gelesene Seiten: 480

Bewertung: 3sterne

Klappentext:

Aileen ist siebzehn Jahre alt und führt ein ganz normales Leben. Das ändert sich schlagartig, als sie eines Abends von vier bulligen Kerlen überfallen wird. Irgendwie übersteht sie die Situation unbeschadet – nur wie? Hat es etwas mit diesem merkwürdigen Schrei zu tun, den sie instinktiv ausgestoßen hat? Am liebsten würde Aileen die ganze Sache vergessen, doch weder ihre unverwüstliche Sturheit noch ihre frechen Sprüche können verhindern, dass sie sich plötzlich in einer Welt voller Magie und Gefahr wiederfindet…

Rezension:

Die 17jährige Aileen hatte es nicht immer leicht im Leben. Ihre Mutter starb bei ihrer Geburt und ihr Vater säuft und hat sich nie wirklich um sie gekümmert. Seit sie eine Ausbildung zur Tischlerin macht, wohnt sie im kleinen Zimmer eines Wohnheims im Berliner Plattenbau. Aileens Leben plätschert so vor sich hin und eigentlich hat sie keine großen Erwartungen ans Leben. Bis sie eines Abends von ein paar Schlägern angegriffen wird und seltsame Dinge geschehen. Von einem Moment zum nächsten ändert sich alles in ihrem Leben und plötzlich ist nichts mehr ganz normal.

Den Ort und die Hauptfiguren, die Janika Nowak sich für ihren Roman ausgedacht hat, haben mir richtig gut gefallen. Endlich einmal nicht die übliche Schülerin, sondern ein Mädchen, das eine ganz normale Ausbildung macht und mit dem es das Schicksal nicht immer gut gemeint hat. Die Story beginnt in Berlin, womit die Autorin bei mir sowieso schon gleich einen Stein im Brett hatte, denn Berlin ist meine absolute Lieblingsstadt. Die schönste, verrückteste, tollste, schrägste Stadt der Welt. So hätte diese Stadt für meinen Geschmack noch ein  bisschen intensiver eine Rolle im Buch spielen dürfen, aber das ist nur so mein ganz persönlicher Spleen.

Zu Beginn des Buches hat man den Eindruck, dass die Geschichte noch etwas holprig daher kommt, was auch mit dazu führt, dass ich hier nur drei Sterne vergebe, aber das verliert sich immer mehr und mit steigender Spannung und Action wird auch der Schreibstil flüssiger. Der Plot ist sehr actionreich, was mir zwischendurch das Gefühl gab, einen Film zu lesen. Das hört sich jetzt vermutlich etwas abgedreht an, aber genauso habe ich es empfunden. Das Buch lädt meiner Meinung nach förmlich dazu ein, verfilmt zu werden.

Was leider etwas zu kurz kam war das Seelenleben und die Zweifel der Protagonisten. Besonders Aileens Freund/Kollege nahm das alles viel zu einfach als gegeben hin. Es geschehen schon viele unglaubliche Dinge und die würde niemand so schnell einfach so selbstverständlich glauben.

Alles in allem aber ein durchaus lesenswerter Roman, wenn auch mit ein paar Schwächen, die durch die sehr bildhafte Erzählung aber ganz gut ausgeglichen werden.

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