Seelenhüter – Laura Whitcomb

image Vielen Dank an pan für dieses Rezensionsexemplar :)

Bekommen:02.05.2011

Angefangen: 01.06.2011

Ausgelesen: 06.06.2011

Gelesene Seiten: 368

Gelesene Seiten insgesamt 2011: 11.046

Bewertung: 3sterne

Klappentext:

Beim Anblick ihres rotgoldenen Haares, das ihr Gesicht wie ein Heiligenschein umrahmte, durchfuhr es ihn wie ein Blitz. Die Frau berührte Calders Herz, so vertraut wirkte sie, obwohl er wusste, dass er ihr nie zuvor begegnet war. Calder ist ein Seelenhüter, der den Menschen seit über 300 Jahren die Tür in das Leben nach dem Tod öffnet. Doch als er eines Tages das Zimmer eines kranken Jungen betritt, geschieht etwas Unerwartetes: Er verliebt sich auf den ersten Blick in die am Bett wachende, bildschöne Alexandra. Calder ist überzeugt: Sie ist seine Seelenverwandte! Er bringt es nicht übers Herz, der jungen Frau weh zu tun, und schenkt dem Kind das Leben. Von nun an kann Calder die Schönheit Alexandras nicht mehr vergessen. Aber um sie wiederzusehen, muss er die uralten Gesetze der Seelenhüter brechen – mit fatalen Folgen.

Rezension:

Seit 300 Jahren nun schon ist Calder ein Seelenhüter. Das heißt, er begleitet Seelen, die bereit sind ihr irdisches Leben zu verlassen, hinüber ins Leben nach dem Tod. 300 Jahre lang lief auch alles einigermaßen glatt und an sein früheres Leben, das er mit nur 19 Jahren verlassen musste, erinnert er sich kaum noch. Doch eines Tages ändert sich alles, als er am Bett eines todkranken Jungen plötzlich Mitleid mit dessen Mutter verspürt und diese für seine Seelenverwandte hält weshalb er den Jungen nicht mit sich nimmt. Das Schicksaal will es, dass Calder acht Jahre später erneut ans Krankenbett des Jungen beordert wird und wieder bleibt die Seele des Jungen gegen ihren Willen in seinem Körper. Und noch ein drittes Mal kehrt Calder zurück zur Mutter des Jungen ohne dabei an die Konsequenzen zu denken, die das Übertreten der Gesetze der Seelenhüter mit sich bringen können. Genau diese Konsequenzen sind es, die Calder in den folgenden 300 Seiten des Romans ausbaden muss.

Wie schon bei Laura Whitcombes Debüt “Silberlicht” bekommt man in “Seelenhüter” eine völlig andere Geschichte erzählt, als der Klappentext vermuten lässt. So bekommt man weder eine typische Engelgeschichte, noch eine besonders romantische Lovestory geboten. Vielmehr  erwartet einen eine komplexe, stellenweise an die griechische Mythologie angelehnte Erzählung über den Übergang einer Seele von Leben ins Jenseits sowie über die Zarenfamilie Romanow. Beides ist allerdings leider kein Thema wofür ich mich besonders erwärmen kann.

Jedoch hat auch dieses Mal der wunderschöne, poetische Schreibstil der Autorin auch inhaltliche Wiederholungen und längere Durststrecken wieder wett gemacht. Fast märchenhaft schildert sie in schillernden Farben zunächst, was einen (vielleicht ;-) ) nach dem Tod erwartet und später die abenteuerliche Reise der Protagonisten ein Mal um die ganze Welt.

Deren Charaktere blieben für mich leider ein wenig blass, ich wurde einfach nicht warm mit ihnen; was vielleicht aber auch an der oben schon erwähnten Langatmigkeit liegen kann. Ich konnte nicht so richtig mitfiebern mit Calder und seinen Gefährten und ich fand stellenweise auch sein Verhalten nicht ganz schlüssig.

Die Idee, ein Stück Zeitgeschichte mit Fantasy und griechischer Mythologie zu vermischen war sehr mutig und ist durchaus gelungen. Nur muss man sich eben auch als Leser darauf einlassen können.

Das Cover finde ich fast so schön, wie das von Silberlicht. Auch hier merkt man wie üblich beim PAN-Verlag, dass sich jemand wirklich sehr viel Mühe gegen hat und mit Lust und Liebe dabei war.

Fazit: Wer sich für die Geschichte der Romanows interessiert und dabei eine komplexe Story mit historischen und Fantasyelementen nicht scheut, der sollte Seelenhüter unbedingt lesen!

Die Altersempfehlung des Verlags (12 – 17 Jahre) finde ich allerdings deutlich zu weit gefasst. Ich würde eher zu 16+ tendieren.

Zitate:

Eine gute Seele singt der Trauer ins Gesicht, steht auf und lebt bewusst jeden Morgen, den sie zur Verfügung hat. (Seite 315)

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Rezension zu Silberlicht von Anne

Rezension von Silberlicht von Heike

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5 Kommentare zu “Seelenhüter – Laura Whitcomb

    • Liebe Zoeybird,

      ja, ich habe den Link angeklickt. Ich freue mich und fühle mich sehr geehrt, dass Du und auch andere unseren Blog so toll finden. Bitte sei mir nicht böse, aber diese Awards werden mittlerweile rumgereicht wie Stöckchen. Für mich nimmt das Überhand und deshalb beteilige ich mich nicht mehr daran. Sonst findet man demnächst vor lauter Awards die Rezensionen nicht mehr ;)
      Also: bitte nicht sauer sein!

      Liebe Grüße,
      Heike :)

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