Wenn ich bleibe – Gayle Forman

image Vielen Dank an blanvalet für dieses Rezensionsexemplar :)

Bekommen: 28.06.2011

Angefangen: 29.06.2011

Ausgelesen: 06.07.2011

Gelesene Seiten: 304

Gelesene Seiten insgesamt 2011: 11.854

Bewertung: 3sterne

Klappentext:

Mia muss sich entscheiden: Soll sie bei ihrem Freund Adam und ihrer Familie bleiben – oder ihrer großen Liebe zur Musik folgen und mit ihrem Cello nach New York gehen? Und dann ist von einer Sekunde auf die andere nichts mehr, wie es war: Auf eisglatter Fahrbahn rast ein Lkw in das Auto, in dem Mia mit ihrer Familie sitzt. Sie verliert ihre Familie und steht vor der Entscheidung ihres Lebens: Bleiben oder gehen?

Rezension:

Wenn plötzlich von einer Sekunde auf die andere dein Leben aus den Fugen gerät, nichts mehr so ist wie es war und auch nie mehr so sein wird – machst du dann weiter oder gibst du auf? Diese Frage stellt sich niemand gern und trotzdem bleibt der 17-jährigen Mia nichts anderes übrig als sie als einzige Überlebende übrig bleibt, als ihre Eltern und ihr kleiner Bruder bei einem Autounfall ums Leben kommen. Von außen sieht sie sich selbst im Koma liegen, sieht wie ihre Großeltern, ihr Freund Adam und ihre beste Freundin Kim sie besuchen und um ihr Leben bangen. Wofür wird Mia sich entscheiden? Für ein Leben von dem sie nicht weiß, wie es werden wird oder für den Tod, von dem sie es ebenso nicht weiß? Eingebettet in diese Rahmenhandlung erzählt Gayle Forman in Rückblicken von Mias Leben vor dem Unfall. Von ihren Eltern und ihrem Bruder und von ihrer Beziehung mit Adam.

Ich gebe zu, meine Erwartungen an diesen Roman waren wegen der vielen begeisterten Rezensionen und auch wegen der Aussicht auf einen extrem emotionalen Inhalt sehr hoch. Leider wurde er meinen Erwartungen aber nicht ganz gerecht. Ob es nun daran gelegen hat, dass ich mit Mia (der Ich-Erzählerin) einfach nicht richtig warm wurde oder daran, dass ich mehr Auseinandersetzung mit dem Anfangs geschilderten Konflikt erwartet habe, kann ich gar nicht genau sagen.

Der Roman bleibt sehr an der Oberfläche, kratzt den grundsätzlichen Konflikt nur sehr vorsichtig an; der Teil, der sich überhaupt damit auseinandersetzt, ist für meinen Geschmack deutlich zu kurz geraten. So stellt sich Mia nie ernsthaft die Frage, wo ihre Eltern und ihr Bruder sind. Wie es dort aussieht und ob sie ihnen überhaupt folgen kann, sollte sie sich dafür entscheiden. Auch Mias Großeltern – die immerhin ihren Sohn und ihren Enkel verloren haben – scheinen durch deren Tod nicht sonderlich beeindruckt zu sein, erklärt doch Mias Großmutter schon bald, dass das Leben in ein paar Monaten wieder ganz anders aussehen könnte.

Der Schwerpunkt liegt jedoch auf dem – meiner Meinung nach – sehr weichgespülten Erzählstrang über Mias Leben vor dem Unfall. Eine perfekte Familie, ein perfektes Leben, perfekte Zukunftsaussichten. Alle Hauptcharaktere scheinen ausschließlich positive Eigenschaften zu haben, nichts, woran man sich als Leser reiben könnte. Das führt dazu, dass sie trotz der sehr liebevollen Schilderung stets blass bleiben. Einzig die Schilderung von Adam geht ein wenig tiefer und man hat am Ende des Buches das Gefühl, ihn zu kennen. Besonders gefreut hat mich deshalb, dass die Fortsetzung des Romans – „Lovesong“ – aus seiner Sicht geschrieben ist.

Einen dicken Pluspunkt vergebe ich noch für das sehr gelungene Cover, das Mias sehr einsame Entscheidung sehr gut widerspiegelt.

Letztlich haben der flüssige Schreibstil und auch Adam einiges wieder rausgerissen, so dass ich trotz aller Kritik immer noch gerne gute drei Sterne vergebe.

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