Adrian Mayfield/Auf Leben und Tod – Floortje Zwigtman

Vielen Dank an logo-gerstenberg für dieses Rezensionsexemplar :)

Bekommen: 01.07.2011

Angefangen: 12.07.2011

Ausgelesen: 26.07.2011

Gelesene Seiten: 640

Bewertung: 5sterne

Klappentext:

Adrian steht am Abgrund – seine große Liebe Vincent Farley hat ihn vor die Tür gesetzt, nachdem er erfahren hat, dass Adrian vor ihm auch andere Männer geliebt hat. Adrian sinnt auf Rache, eine Rache, an der er schließlich selbst zu zerbrechen droht. Um nichts weniger als um Tod oder Leben geht es im dritten Band der von der Kritik gefeierten und preisgekrönten Trilogie um Adrian Mayfield und seine Suche nach dem großen Glück im viktorianischen London. Ist Adrians Kampf zum Scheitern verurteilt, angesichts der Normen einer Gesellschaft, die nach der Verhaftung von Oscar Wilde ihre hässliche Seite so ungeschminkt wie nie zuvor nach außen kehrt? Oder werden am Ende doch das Leben und die Liebe siegen?

Rezension von Nina

Mein Fazit:

Obwohl der Roman recht düster und zunächst hoffnungslos beginnt und ich bis zur Hälfte noch dachte, ich könnte nur 4 Sterne vergeben, hat sich doch noch herausgestellt, dass es genau das richtige Finale war für diese wirklich großartige und herausragende Trilogie. Ein besseres Ende hätte Floortje Zwigtman meiner Meinung nach nicht schreiben können. Perfekt!

Zitate:

[…] ich fürchte, die Menschheit wird immer Ausreden finden, um zu hassen. Wenn nicht im Namen der Religion, dann im Namen der Sittlichkeit oder, Krönung der Torheit, der Veredelung der Rasse. (Seite 50)

In den letzten Wochen musste die Welt größer geworden sein oder ich kleiner. Nie war mir der Himmel so hoch vorgekommen und hatten die Gebäude solch lange, dunkle Schatten geworfen, waren die Straßen so breit gewesen und so voller Menschen. […] Zu groß! Zu laut! Zu voll! Zu viel, zu viel, zu viel!, schrie die Panik in mir. […] Ich wusste, dass ich es nicht ertragen würde, berührt zu werden. Meine Haut war zu dünn, fast verschwunden, meine Nerven lagen blank… (Seite 468)

Ich bleib zurück mit meinem Herzschlag und meiner Atmung, die mir erzählten, dass ich lebte, dass ich alles überlebt hatte. Der Schmerz, die Panik, die Liebe und der Hass und die Enttäuschung lagen sicher in meinem lebendigen Fleisch begraben. (Seite 475)

Zum ersten Mal seit Wochen fühlte ich etwas, das mehr war als vage, abgestumpfte Trauer, Müdigkeit und Langeweile. Kein Schmerz, keine Verzweiflung. […] Was ich fühlte, war die Hoffnungslosigkeit aller Dinge, die unmöglich waren. (Seite 481)

“Ich kann nicht gehen.” “Wenn du nicht gehen kannst, dann tanzen wir.” (Seite 510)

Ich hatte zu lange tatenlos die Entscheidungen des Schicksals abgewartet, um diese noch ohne Widerworte akzeptieren zu können. Ich wollte selbst derjenige sein, der die Entscheidung traf, glücklich zu sein, aber notfalls auch unglücklich. Wenn ich genug von den Tränen hatte, würde ich lachen; wenn das Lachen wehtat, würde ich weinen. Ich würde selbst die Wahl treffen, wie verdammt schwierig das auch werden mochte. Jedes Wort in meinem Buch würde ab jetzt von mir sein. (Seite 576)

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