Mein Lieblingskino :)

Heute will ich euch mein Lieblingskino vorstellen. Mitten in der Eifel, in dem winzigen Städtchen Hillesheim hat sich ein ganz besonderes Schmuckstück versteckt. Ein Kino, das sich trotz immer schneller aus dem Boden schießender Multiplexe behaupten konnte und sich den Charme eines “echten” Kinos erhalten hat.saal

Kino ist da eigentlich schon das falsche Wort. Ich nenne es fast lieber Lichtspielhaus.

Ja, es ist alt. 1948 fand die erste Vorführung statt und viel ist seither gar nicht verändert worden. Aber genau das liebe ich ja auch so an “unserem” Kino. Es ist das Lichtspielhaus meiner Kindheit. Hier sah ich im Alter von ungefähr 5 meinen ersten Kinofilm. Ich weiß sogar noch, was es war. Disneys Aristocats :)

Seither liebe ich es und auch, wenn ich es als Jugendliche ein wenig aus den Augen verloren habe, weil die größeren Kinos eben cooler waren, so habe ich es doch schnell wiederentdeckt und viele wundervolle Filme hier gesehen. Auch Filme, die viele der großen Kinos gar nicht zeigen. Kleine Filmjuwelen, die man eigentlich auch nur in so einem besonderen Kino sehen sollte.

projektorGestern Abend waren wir wieder da, meine Liebste und ich, und haben dieses Mal “Beginners” gesehen. Mit Ewan McGregor und Christopher Plummer – ein wundervoller Film! Was haben wir noch in letzter Zeit gesehen?! Viele Literaturverfilmungen (womit wir wieder beim eigentlichen Thema dieses Blogs wären) “Das Labyrinth der Wörter”, “Small World”, “Die Liebe in den Zeiten der Cholera”, um nur einige Beispiele zu nennen. Außerdem so tolle Filme wie “Die Töchter des chinesischen Gärtners”, “Snowcake”, “Drei”… und noch so unendlich viele mehr.

Wenn ich mich in den gemütlichen Kinosessel kuschle, im Hintergrund das leise Brummen des Projektors höre und endlich das Licht ausgeht, dann kann ich alles im mich herum vergessen. Dann kann man sich ausmalen, wie viele Paare sich hier wohl schon gefunden, wie viele verliebte Pärchen sich schon in den Sesseln zusammengekuschelt haben, wie schon für Generationen dieser Kinosaal zu einem verzauberten Ort wurde.

foyerEin einfacher Saal, eine Leinwand mit richtigem Samtvorhang, Menschen, die es mit Herzblut betreiben und ein wirklich ausgewähltes Programm, das schon mit vielen Preisen ausgezeichnet wurde, mehr braucht es nicht, um ein unvergessliches Filmerlebnis zu garantieren.

Ausgezeichnet durch das Rheinlandpfälzische Kultusministerium mit dem Filmtheaterprogrammpreis 1994 bis 2009,  mit dem Preis für ein gutes Kinder- und Jugendprogramm 2000 bis 2009 und mit dem Filmtheaterprogrammpreis des Bundesinnenministeriums 1997 bis 2009, außerdem durch das Bundesinnenministerium für das Kurzfilmprogramm 2003 bis 2009, hoffe ich, dass die Eifelfilmbühne noch lange den Zauber des Kinos erhalten kann.

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