Mortal Kiss: Ist deine Liebe unsterblich? – Alice Moss

Danke an  ink für dieses Rezensionsexemplar:)

Originaltitel: Mortal Kiss

Verlag: Egmont-Ink

ISBN: 978-3863960186

Bekommen: 12.08.2011

Angefangen: 22.08.2011

Ausgelesen: 22.08.2011

Gelesene Seiten: 347

Gelesene Seiten insgesamt 2011: 15.584

Bewertung:

Klappentext:

Als ihre Blicke sich zum ersten Mal treffen, steht für Faye die Welt still. Ihr Herz erinnert sich an diesen Jungen, scheint ihn seit einer Ewigkeit zu kennen. Dabei sind sie sich nie begegnet. Doch Finn gibt sich distanziert, geht ihr demonstrativ aus dem Weg. Ganz im Gegensatz zu Lucas, der mit Faye flirtet, als gäbe es kein Morgen. Faye weiß nicht mehr, wo ihr der Kopf steht. Und das ausgerechnet jetzt, wo alles um sie herum aus den Fugen gerät: Unheimliche Wölfe streifen durch die Wälder, eine Motorradgang hält die Stadt in Atem und die Polizei findet die Leiche eines Fremden im Schnee. Der Tote trug ein Foto bei sich. Ein Foto von Faye.

Rezension:

 Faye und Liz sind beste Freundinnen; gehen zusammen zur Schule und shoppen. Winter Mills, ein beschauliches Städtchen versinkt zur Verwunderung der Einwohner mitten im September schon im Schnee als sich die Ereignisse plötzlich überschlagen. Wölfe werden gesichtet, eine im Wald zeltende Motoradgang zieht die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich und ein Mord geschieht. Das alles ist für Faye und Liz allerdings erst in zweiter Linie wichtig, denn da sind auch noch Lucas, der mit seiner berühmten und scheinbar schwerreichen Mutter auftaucht und Finn, das jüngste Mitglied der Motoradgang von dem sich Faye unerklärlich stark angezogen fühlt.

Was macht einen guten Roman aus? Eine innovative Idee? Gut ausgearbeitete Charaktere mit denen man sich identifizieren kann? Ein flüssiger Schreibstil, der es einem leicht macht, dranzubleiben? Wenn nicht wenigstens ein oder zwei Dinge davon zutreffen, dann wird es meiner Meinung nach schwierig für den Leser.

Deshalb hat auch „Mortal Kiss“, Alice Moss Erstlingswerk, mich nicht überzeugen können.

 Man muss sicher das Rad genauso wenig neu erfinden, wie eine Mädchen-liebt-Junge/Junge-liebt-Mädchen Geschichte mit fantastischem Hintergrund. Trotzdem wären ein paar eigene Ideen wirklich nett gewesen! Es genügt nicht die Tagebuch eines Vampirs-Reihe von Lisa J. Smith einmal durchzurühren, mit ein paar weiteren Klischees zu versehen und das Ganze dann als großartige Liebesgeschichte zu verkaufen.

Ziemlich zügig werden die vermeintlich wichtigsten Zutaten für einen Jugend-Fantasyroman abgearbeitet. Man hat den Eindruck, als würden einfach nur Stichpunkte eines (noch dazu unstrukturierten) Exposés abgearbeitet. Die Jungs erscheinen auf der Bildfläche, Herzklopfen stellt sich ein, ein Mord geschieht, der Bösewicht betritt die Bühne und ein bisschen Übernatürliches darf auch nicht fehlen

Dass trotzdem erst im letzten Drittel des Buches dann der übernatürlich / mysteriöse Teil anfängt, liegt hauptsächlich an der ziemlich ausführlichen Beschreibung von Make-up und Klamotten von Faye und Liz. Eine auch nur im Ansatz tiefergehende Charakterisierung der Protagonisten findet jedenfalls nicht statt und die Autorin schafft es nicht, Emotionen so zu schildern, dass man mitfiebern oder sich in die Gefühlswelt von Faye oder der anderen Personen hineinversetzen kann. Der übernatürliche Teil konnte es dann leider auch nicht mehr rausreißen.

Warum die am Anfang des Romans gefundene Leiche später nicht weiter erwähnt wird, warum Lucas und Finn sich von Anfang an so gar nicht riechen können und ob es normal ist, dass 16-jährige Teenies teure Spiegelreflexkameras mit zum shoppen und auf Partys nehmen, ist mir leider nach wie vor völlig unklar.

Ein Teil der oben geäußerten Kritik ist vielleicht allerdings auch der Übersetzung geschuldet. Ich habe ein wenig den Eindruck, als gebe es zur Zeit zu wenig gute Übersetzer für die vielen Neuerscheinungen. Textstellen wie diese tragen leider ganz und gar nicht zum Lesevergnügen bei: „Sie sah die ganze Zeit auf seine kleine Haartolle und versuchte herauszufinden, ob seine Frisur süß war, wie Faye zu denken schien, oder einfach nur blöd. Doch dieser Gedanke brachte Faye und Lucas wieder aufs Taplet, und das war einfach unerträglich grässlich.“ (Seite 71) „Er gab ihr einen zarten Kuss auf den Mund, der sie flau in den Knien werden ließ.“ (Seite 346)

Ja, das Cover ist ein bisschen kitschig. Ja, der Titel auch. Aber so will man‘s ja schließlich gelegentlich haben, oder? Mir gefällt die Aufmachung jedenfalls gut, lediglich ein Lesebändchen fehlt.

Fazit: Sicher keine völlig verschwendete Lesezeit, aber auf Folgebände werde ich verzichten.

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