Dark Love – Lia Habel

dark love Vielen Dank an ref_piper_logo  für dieses Rezensionsexemplar :)

Originaltitel: Dearly, Departed

Verlag: Piper

ISBN: 978-3492702195

Bekommen: Dezember 2011

Angefangen: Dezember 2011

Ausgelesen: Dezember 2011

Gelesene Seiten: 512

Gelesene Seiten insgesamt 2011: 21.155

Bewertung: 5sterne

Klappentext:

Flackernde Gaslampen, dampfbetriebene Kutschen und Digitagebücher – das ist die Welt von Nora Dearly im Jahr 2195. Die 17-Jährige lebt im Internat, bis sie eines Tages entführt wird: Denn ein Virus greift um sich, das Menschen in lebende Tote verwandelt – und Nora trägt als Einzige die Antikörper in ihrem Blut. Bald muss sie feststellen, dass es auch wandelnde Untote gibt, die sich ihre Menschlichkeit dank eines Antiserums erhalten können. Und Bram, ihr Entführer, ist einer von ihnen. Nora verliebt sich in den jungen Mann, doch die Endlichkeit seiner Existenz bedroht ihre Liebe. Nur Noras Vater, ein hochrangiger Wissenschaftler, könnte ein Gegenmittel entwickeln, doch er ist selbst infiziert und droht zu sterben. Ist Noras Welt endgültig dem Untergang geweiht?

Rezension:

Langsam wird es Zeit für die 17-jährige Nora einen Mann zu finden. Ihr Vater ist tot und ihre Tante besteht darauf, dass sie möglichst bald debütiert um endlich eine gute Partie machen zu können. Doch als Nora für die Ferien aus dem Internat nach Hause kommt, überschlagen sich die Ereignisse. Sie wird entführt und als sie herausfindet von wem und warum steht ihre Welt endgültig Kopf.

Klingt wie ein Roman, der im 19. Jahrhundert spielt? Klingt so, ist aber ganz anders. Denn es gibt auch Hologramme, unterirdische Städte und … Zombies! „Dark Love“ spielt im Jahr 2195 und alles hat sich irgendwie völlig anders entwickelt, als man es sich eigentlich vorstellen würde.

Obwohl der Titel und das Herz auf dem Cover eine kitschige Liebesgeschichte vermuten lassen, ist das bei weitem nicht der Fall. Viel eher erwartet den Leser ein Ausflug in eine Zeit, die genauso faszinierend wie gefährlich ist und von der ich mir sehr gut vorstellen kann, noch einiges mehr zu erfahren.

Aus mehreren Erzählperspektiven hat Lia Habel eine wirklich sagenhafte Geschichte gesponnen, die romantisch ist ohne kitschig zu sein und gruselig, ohne blutrünstig zu werden. Anfangs haben mich die verschiedenen Erzählperspektiven noch ein wenig verwirrt, aber als die Story mich schließlich völlig gepackt hatte, hat es den Lesefluss überhaupt nicht mehr gestört.

Die Protagonisten sind durch die Bank gut ausgearbeitet, glaubwürdig und liebenswert. So wie Nora sich im Laufe des Romans mit einigen Zombies immer mehr anfreundet, so wird auch der Leser immer vertrauter mit der Welt, in der Nora lebt. Mit unheimlich viel Humor und Situationskomik wird die – verständlicherweise – stellenweise recht düstere Atmosphäre immer wieder gekonnt aufgelockert. Selten habe ich in einem Roman so viele Charaktere getroffen, die es wert gewesen wären, ihre eigene Geschichte, ihren eigenen Roman, zu bekommen.

Besonders Pamela und Renfield sind mir ans Herz gewachsen und ich hoffe, von den beiden noch mehr zu lesen. Dark Love“ ist zwar in sich abgeschlossen, lässt aber dennoch eine Menge Platz in der Geschichte für kommende Fortsetzungen.

Abgerundet durch ein traumhaft schönes Cover, das ich beim Lesen immer wieder anschauen musste, stachelt „Dark Love“ die Lust auf eine Fortsetzung (die im Original voraussichtlich 2012 erscheint) gewaltig an! 5 Sterne für eine außergewöhnliche, romantische, spannende und dystopische (Liebes-)Geschichte.

Zitate:

Ich fragte mich, ob man wohl erst eine Lizenz zum Verrücktwerden beantragen musste, ob es da vielleicht ein Seminar gab oder ob man eines Tages einfach loslegen konnte. (Seit 98)

Der Mann leckte sich über die spröden Lippen. “Dann bin ich…also wirklich tot. Wie…die anderen.” Ich nickte. Dieser Moment war entscheidend. Die Welt um uns schien still zu stehen, das Salz vor der offenen Tür glühte gleißend rot im Licht des Sonnenuntergangs. Henry senkte den Blick und suchte nach seiner Seele. (Seite 128)

Leseprobe

lia Lia Habel wurde in einer kleinen Stadt im Westen des Bundesstaates New York geboren. Sie trinkt viel zu viel Kaffee und besitzt drei Katzen, denen sie in ihrem Debüt ein Denkmal setzt. Die Idee zu »Dark Love« hatte Lia während einer Busfahrt nach New York, als ihr der Lesestoff ausging und sie sich fragte, warum die Monster in Büchern immer gut aussehen und warum sie noch nie eine Liebesgeschichte mit Untoten gelesen hatte. (Quelle)

Website // Twitter // Facebook

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s