Die Insel der besonderen Kinder – Ransom Riggs

DieInselderbesonderenKinder_290x370px.png.29305824 Vielen Dank an pan für dieses Rezensionsexemplar :)

Originaltitel: Miss Peregrine’s Home for Peculiar Children

Verlag: Pan

ISBN: 978-3-426-28368-4

Bekommen: 28.01.2012

Angefangen: 12.02.2012

Ausgelesen: 14.02.2012

Gelesene Seiten: 416

Bewertung: 5sterne

Klappentext:

Die Insel. Die Kinder. Das Grauen. Bist Du bereit für dieses Abenteuer?
Manche Großväter lesen ihren Enkeln Märchen vor – doch was Jacob von seinem hörte, war etwas ganz, ganz anderes: Abraham erzählte ihm von einer Insel, auf der merkwürdige Kinder mit besonderen Fähigkeiten leben – und von den Monstern, die auf der Suche nach ihnen sind. Inzwischen ist Jacob ein Teenager und glaubt nicht mehr an die wunderbaren Schauergeschichten. Bis zu jenem Tag, an dem sein Großvater unter mysteriösen Umständen stirbt …

Rezension:

Als Jacobs Großvater, der ihm sein Leben lang Schauergeschichten über Monster und besondere Kinder erzählt hat, eines Nachts unter mysteriösen Umständen ums Leben kommt, kann Jacob sich mit dem angeblichen “Unfall” nicht abfinden und macht sich auf den Weg, den Geschichten seines Großvaters auf den Grund zu gehen. Ist das, was der alte Mann ihm erzählt hat und was der Junge mit zunehmendem Alter einfach nur noch für Märchen gehalten hat, vielleicht doch wahr? Gibt es die Insel mit den besonderen Kindern wirklich und ist das, was seinen Großvater tötete am Ende auch hinter ihm her?

Dieses Buch ist in vielerlei Hinsicht besonders. Zunächst stechen natürlich die vielen großartig gruseligen Fotos ins Auge. Übrigens keine Produkte moderner Computertechnik, sondern alte Originalaufnahmen verschiedener Sammler, die sie für Ransom Riggs Buch zur Verfügung gestellt haben. Allein die Tatsache, dass diese (teilweise) Fotomontagen vollkommen ohne moderne Digitaltechnik entstanden sind und trotzdem so überzeugend wirken, dass man durchaus verstehen kann, dass die Menschen sich damals davon in die Irre führen ließen, ist beeindruckend. Ich habe sie mir während des Lesens immer und immer wieder angesehen und mich gegruselt. Die Idee, um solche alten Fotos eine Geschichte zu spinnen, die eben diesen Gruselfaktor aufgreift und die Stimmung der Bilder dabei auch noch so perfekt einfängt, ist einfach genial.

Die Charaktere, die der Autor dabei ersonnen hat, passen perfekt in die Stimmung und sind hervorragend ausgearbeitet und der Plot ist bis zum Schluss absolut schlüssig. Gleich zu Beginn spürt man, wie sich die Nackenhärchen leicht aufzustellen beginnen und dieses leicht kribbelige, unheilvolle Gefühl im Genick lässt bis zur letzten Seite nicht nach. “Die Insel der besonderen Kinder” nimmt einen mit in die Welt und die Zeit dieser Fotos. In die grünlich graue, abergläubisch mysteriöse Welt der schwebenden, unsichtbaren, hellsichtigen Kinder, der starken Männer und Frauen mit Bart und lässt einen zurück mit einem ungreifbaren Gefühl von ungläubigem Schaudern.

Eine tolle Idee perfekt umgesetzt und absolut lesenswert!

Zitate:

Ich dachte daran, dass meine [Ur-]Großeltern verhungert waren. Wie ihre abgemagerten Körper dem Verbrennungsofen zu Fraß vorgeworfen wurden, weil Menschen, die sie nicht einmal kannten, sie hassten. Ich dachte an die Kinder, die in diesem Haus gelebt hatten, die verbrannt und in Stücke gerissen worden waren, weil ein Pilot keine Skrupel hatte, auf einen Knopf zu drücken. (Seite 128)

Sie wollte mich schon wieder zwicken, aber ich hielt ihre Hand fest. Was Mädchen betrifft, bin ich zwar kein Experte, aber wenn ein Mädchen viermal versucht, die zu kneifen, dann bin ich ziemlich sicher, dass es mir dir flirtet. (Seite 223)

Ich lief nicht weit, spazierte nur gemächlich um den Garten herum und betrachtete den Himmel, der jetzt klar war und an dem Millionen Sterne funkelten. […] Wie viele dieser uralten Lichtpunkte waren wohl der letzte Nachhall längst vergangener Sonnen? Wie viele waren bereits geboren, aber ihr licht war nicht nicht bei uns eingetroffen? Wenn alle Sonnen außer unserer heute Nacht erloschen, wie viele Menschenalter würde es dauern, bis wir merkten, dass wie allein waren?(Seite 399)

Leseprobe

 

Ransom Riggs

ransom riggs Ransom Riggs wuchs in einem kleinen Fischerdorf im südlichen Florida auf, einer Region, in der sich viele Amerikaner zur Ruhe setzen. Um nicht vor Langeweile zu sterben, begann er, in Musikbands zu spielen und mit seinen Freunden Filme zu drehen. Später studierte er in Ohio und Los Angeles Literatur und Filmproduktion. Ransom Riggs dreht heute Werbefilme für Firmen wie Absolut Vodka und Nissan und arbeitet als Drehbuchautor, Journalist und Fotograf.

www.ransomriggs.com

 

 

 

 

[Quellen: Autoreninformationen, Trailer, Leseprobe, Fotos, Buchcover und Klappentext mit freundlicher Genehmigung von Droemer-Knaur.]

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