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Sammelbeitrag – Gelesenes im März / April

Gebannt

 

Gebannt. Unter fremdem Himmel von Veronica Rossi

Verlag: Oetinger

ISBN: 978-3789146206

Gelesene Seiten: 432

Gelesene Seiten insgesamt 2012: 1.032

Rezension folgt :-)

 

 

 

Aprikose im Kopf

 

Aprikose im Kopf von Carolin Schairer

Verlag: Ulrike Helmer

ISBN: 978-3897413306

Gelesene Seiten: 295

Gelesene Seiten insgesamt 2012: 1.327

Rezension: folgt :-)

 

 

 

 everlasting

 

Everlasting: Der Mann, der aus der Zeit fiel von Holly-Jane Rahlens

Verlag: Wunderlich

ISBN: 978-3805250160

Gelesene Seiten: 432

Gelesene Seiten insgesamt 2012: 1.759

Rezension: folgt :-)

 

 

 

starters

 

Starters von Lissa Price

Verlag: IVY

ISBN: 978-3492702638

Gelesene Seiten: 400

Gelesene Seiten insgesamt 2012: 2.159

Bewertung: 5sterne

Rezension von Heike folgt :-)

 

 

forbidden

 

Forbidden von Tabitha Suzuma

Verlag: Oetinger

ISBN: 978-3789147449

Gelesene Seiten: 448

Gelesene Seiten insgesamt 2012: 2.607

Bewertung: 5sterne

 

Vor meinen Augen

 

Vor meinen Augen von Alice Kuipers

Verlag: Fischer

ISBN: 978-3841421210

Gelesene Seiten: 220

Gelesene Seiten insgesamt 2012: 2.827

Bewertung: 3sterne

 

 

9783551582324

 

Delirium von Lauren Oliver 

Verlag: Carlsen

ISBN: 978-3-551-58232-4

Gelesene Seiten: 416

Gelesene Seiten insgesamt 2012: 3.243

Bewertung: 5sterne

Rezension von Heike

 

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Die Flucht – Cassia & Ky Band 2 von Ally Condie

Verlag: Fischer

ISBN: 978-3-8414-2144-9

Gelesene Seiten: 464

Gelesene Seiten insgesamt 2012: 3.707

Bewertung: 5sterne

Rezension von Heike

Herz an Herz – Sofie Cramer und Sven Ulrich

herzanherz Vielen Dank an rowohlt_logo_neu für dieses Rezensionsexemplar :)

Verlag: rororo

ISBN: 978-3499256653

Bekommen: 28.01.2012

Angefangen: 29.01.2012

Ausgelesen: 29.01.2012

Gelesene Seiten: 320

Gelesene Seiten insgesamt 2012: 600

Bewertung5sterne

Klappentext:

Flaschenpost für dich. Eine romantische Hochzeit an der Ostsee? Für Sara eine Strafe. Frisch geschieden sitzt sie zwischen ­lauter Paaren. Glücklichen Paaren. Der einzige ­attraktive Single entpuppt sich als Nervtöter. Die albernen Hochzeitsspielchen geben ihr den Rest: Statt guter Wünsche fürs Brautpaar schreibt Sara sich ihren ganzen Frust von der Seele und schmeißt die Flaschenpost ins Meer. Mit einer Antwort rechnet sie nicht. Doch wenige Wochen später erhält Sara einen Brief. Die Worte des unbekannten Finders berühren ihr Herz. Als dem regen Briefwechsel und zahlreichen E-Mails endlich ein Kennenlernen folgen soll, zögert er. Und das aus gutem Grund…

Rezension:

Es gibt Tage, da ist es besonders blöd, Single zu sein. Zum Beispiel auf Hochzeiten. Glückliche Paare wohin man sieht, dämliche Hochzeitsspiele und während langweiliger Reden hat man endlos viel Zeit sich die eigene einsame Zukunft schön zu trinken. So macht es auch Sara. Aus Protest packt sie statt der Wünsche fürs Brautpaar nur ein paar genervte Zeilen, denen man Saras Blutalkoholspiegel deutlich anmerkt, in eine Flaschenpost und pfeffert sie ins Meer. Mit einer Antwort rechnet sie natürlich nicht, aber sie bekommt trotzdem eine. Und zwar von Berti aus München.

So weit, so “Gut gegen Nordwind”. Dachte ich. Und ja, das Konzept ist das gleiche. Zwei, die sich nicht kennen erhalten durch Zufall eine Botschaft des anderen, lernen sich schriftlich kennen, sind sowas wie verliebt und dann schlägt sie gnadenlos zu, die harte Realität. Ich gebe zu, ich hatte sehr, sehr große Bedenken. Innerlich war ich schon nach dem Lesen des Klappentextes davon überzeugt, dass die Rezension gnadenlos schlecht ausfallen würde. Bruchstücke aus Sätzen schwirrten in meinem Kopf umher, so wie “billige Glattauer-Kopie”, “auf den Briefromanzug aufgesprungen” oder “Emmi und Leo light”. Ich habe sogar überlegt, ob ich es gar nicht erst lesen soll.

Aber dann, Sonntag morgens nach dem Frühstück stand ich in der Küche, drückte mich davor, den Tisch abzuräumen und dachte, ich könnte ja mal die erste Seite lesen. Naja, ok. Die zweite auch noch. So stand ich also mitten in der Küche, kicherte und seufzte vor mich hin und merkte gar nicht, wie kalt meine Füße inzwischen waren. Um es kurz zu machen: ich habe die kompletten 320 Seiten an diesem Sonntag verschlungen und im 5 Minutentakt “Hach!” und “Soooo schön!” geseufzt.

Sind die Briefe von Sara und Berti anfangs noch eher zurückhaltend und vorsichtig, macht der Austausch von Alltäglichkeiten bald schon einer tieferen Unterhaltung Platz und die beiden können es nicht mehr abwarten Post vom andern zu erhalten. Daher steigen sie schon bald auf die schnellere Korrespondenz per E-Mail um und letztlich beschließen sie sich zu treffen. Was dabei geschieht möchte ich ungern vorweg nehmen, weil es die Spannung, die sich im Laufe des Romans dadurch aufbaut, dass man eben nicht alles gleich weiß, kaputt machen würde.

“Herz an Herz” ist ein Wohlfühlroman, der berührt. Er zeigt, dass jeder Mensch sein Päckchen zu tragen hat und dass man sich manchmal trauen muss zuzulassen, dass jemand einem beim tragen hilft.

Ja, es ist ein Briefroman. Ja, Sara und Berti erinnern sehr an Emmi und Leo. Aber ist das so schlimm? Man kann das Rad nicht neu erfinden und vielleicht muss man das auch gar nicht so unbedingt. Ich vergebe von Herzen gern 5 Sterne!

Leseprobe

Wachstumsschmerz – Sarah Kuttner

wachstumsschmerz Vielen Dank an fischer für dieses Rezensionsexemplar :)

Verlag: Fischer

ISBN: 978-3100422064

Bekommen: Dezember 2011

Angefangen: 01.01.2012

Ausgelesen: 06.01.2012

Gelesene Seiten: 280

Gelesene Seiten insgesamt 2012: 280

Bewertung: 5sterne

Klappentext:

Wann ist denn nur alles so kompliziert geworden? Luise und Flo sind ein Paar und beschließen, endlich erwachsen zu werden. Sie suchen eine Wohnung, ziehen zusammen, schaffen sich ein gemeinsames Bett an und tanzen zu Manfred Krug durch ihre neuen Zimmer. Doch nach kurzer Zeit stehen sie im Flur nebeneinander wie zwei an der Raststätte vergessene Kinder. Luise hat das Gefühl, nur Erwachsen zu spielen. Irgendwie ist dieses Leben falsch. Als ob jemand plötzlich alles verwandelt hätte, die Regeln geändert für das Leben, ab dreißig oder so. Quarterlife crisis: Darf man die zahllosen Möglichkeiten des Lebens einfach ignorieren und wie ungebetene Gäste vor der Tür stehen lassen? Wie kann man der Liebe vertrauen, wenn man nicht mal sich selbst vertraut? Wie konnte die Zeit nur so schnell vergehen? Und was fangen wir mit den nächsten zwei Dritteln des Lebens an? So berührend wie lustig, ernsthaft und schlau erzählt Sarah Kuttner von der Sehnsucht und der Angst, ein eigenes, richtiges, erwachsenes Leben zu haben.

Rezension:

Luise, Anfang 30, hat einen Job den sie liebt und einen Mann den sie liebt. Gerade plant sie, mit eben diesem Mann, Flo, in eine gemeinsame Wohnung zu ziehen. Alles könnte so schön sein und doch ist da irgendwas, das stört. Sind das die Erwartungen, die man von den Eltern, der Gesellschaft oder sonstwem übergestülpt bekommt? Oder sind es die Erwartungen, die man selbst an sich hat? Endlose Fragen stürzen mehr oder weniger plötzlich und unerwartet auf Luise ein und noch bevor sie so wirklich kapiert hat, was eigentlich los ist, steht ihr ganzes Leben Kopf. Ist es jetzt soweit? Wir sie jetzt „erwachsen“? Kann und will Flo da mitmachen? Aus zwischen den einzelnen Kapiteln eingestreuten Memos erfährt der Leser zunächst jedenfalls nur, dass Flo nicht mehr da ist. Wo er ist, warum, wohin und wann er gegangen ist erfährt man erst im Laufe des Buches.

Ich werde 30. Noch dieses Jahr. Und ich kämpfe sehr, sehr, sehr darum, ein okayes (Danke Frau Kuttner für diese Wortschöpfung!) Gefühl dafür zu bekommen. So ein bisschen hat „Wachstumsschmerz“ mir dabei geholfen. Es hat mir gezeigt, dass die ganzen Dinge, die „man“ eben tut, nichts weiter sind, als Konstrukte, die einem helfen können – aber eben bei weitem nicht müssen – sich an seinem Leben entlangzuhangeln; einen Weg durch den Dschungel der Möglichkeiten zu finden.

Dachte ich auch anfangs noch „Was zum Geier ist eigentlich Luises Problem?!“, wurde mir nach und nach klar, dass genau DAS das Problem ist. Wachstumsschmerz eben. Ein unbestimmtes Gefühl, dass irgendetwas ganz und gar nicht rundläuft und dass nichts so ist wie es sein sollte, wobei man noch nicht mal weiß, WIE es denn sein sollte. Gekonnt verpackt Sarah Kuttner dieses ganze Dilemma in einen Roman, in dem ich mich mit Leichtigkeit wiederfinden konnte und der mir gezeigt hat, dass ich vermutlich nicht die einzige bin, die sich gelegentlich mit so wirren Gedanken trägt und dass ein bisschen Überforderung eigentlich völlig normal ist. Die anderen können’s nur vielleicht besser verstecken.

So wie schon bei Sarah Kuttners erstem Roman (Mängelexemplar) hatte ich beim Lesen oft das Gefühl, dass mir jemand auf der Couch bei einer Tasse Tee sein Leben, oder zumindest ein Stück daraus, erzählt. Von „Schreibstil“ zu sprechen ist also schon fast falsch, viel eher sollte man ihren „Erzählstil“ loben. Kein abgehobenes Geschwafel, keine Plattheiten, nichts Geschöntes, sondern nur das Leben so, wie es nun mal ist. Auch Kuttners Hang zu Wortspielereien kam wieder deutlich zum Vorschein, wenn auch nicht ganz so ausgeprägt wie in „Mängelexemplar“.

Für mich war „Wachstumsschmerz“ ein kleines Stückchen Lebenshilfe, von dem ich nicht wusste, dass ich es brauchte. Deshalb: 5 Sterne.

Zitate:

Vielleicht hinterfragt man Möbel nur dann, wenn sie kaputt oder unerträglich hässlich sind. Solange sie aber funktionieren, werden sie als unumstößlicher Teil einer Wohnung akzeptiert. Sie sind einfach da, sind leise und nerven nicht. Herrje, jetzt tu es mir um die olle Schabracke fast selbst ein bisschen leid. Man kann ja eigentlich nie genug Dinge haben, die leise sind und nicht nerven. (Seite 74)

Jedes Mal, wenn ich Dinge berühre, die dir gehören, hoffe ich, mit den Fingern eine Stelle zu treffen, die du auch berührt hast. Als könnten deine Fingerabdrücke eine Art Wurmloch sein, das mich, wenn ich es nur an der richten Stelle treffe, direkt zu dir katapultiert. (Seite 76)

Und auf der anderen Seite bin ich so schlecht im Loslassen. Ich kann auf Vergangenes nie zufrieden oder gar glücklich zurücksehen, ich empfinde immer Schmerzen dabei. Immer das qualvolle Gefühl von Verlust. Das Bewusstsein, dass manche Dinge, so wertlos oder unaufgeregt sie teilweise auch gewesen sein mögen, abgeschlossen und unwiderruflich vergangen sind, drückt mir das Herz zusammen. (Seite 99 / 100)

Unglaublich eigentlich, dass sich jedes Treffen mit meinem Vater anfühlt wie ein unfreiwilliges Blind Date. Jedes Mal vermittelt er mir den Eindruck, dass er in Gedanken woanders ist und es auch körperlich gerne wäre. (Seite 147)

Ich hasse dieses Ziehen. Meine Haut brennt, und in mir fühlt es sich an, als wenn winzige, nicht besonders starke Zwerge kleine Seile an meine Eingeweide gebunden hätten und sie in alle vier Himmelsrichtungen ziehen, um mich nach klassischer Foltermethode zu vierteilen.

Der Sommervergeht und hinterlässt mir nur Mist. Als wenn er die guten Sachen heimlich in sein Handgepäck geschummelt hätte und damit auf dem Weg Richtung Süden wäre. Ich werde irgendwie weniger. Weniger nett, weniger geduldig, weniger glücklich, weniger alles. (Seite 158)

Da mir manchmal meine eigene Nervigkeit schon beim Ausüben auf die Nüsse geht, stolpere ich in solchen Momenten oft in einen ungesunden Teufelskreis, der zur Folge hat, dass ich wie aufgezogen nicht aufhören kann, nervig zu sein, und zusätzlich vollkommen willkürlich pissig werde. In alle Richtungen. (Seite 166)

Ich kann nicht atmen! Als wärest du meine Lunge und jemand hätte meinen Organspenderausweis gefunden und sie mir einfach entnommen, ohne nachzusehen ob ich überhaupt noch lebe, und ich lebe doch aber noch und ich brauche meine Lunge, und jetzt ist sie weg und bist du weg, und ich kann nicht mehr atmen. Dauernd liege ich irgendwo rum und krümme mich wie ein angefahrenes Tier und brauch so dringend Luft, aber alles, was reingelangt, sind Schmerzen, und wenn ich sie, wenn sie schon so tun, als wären sie Luft, auch wieder ausatmen will, bleiben sie einfach drin und werden immer mehr. (Seite 173)

Skinny Bitch – Rory Freedman und Kim Barnouin

skinny Originaltitel: Skinny Bitch 

Verlag: Goldmann

ISBN: 978-3442170395

Gekauft: Dezember 2011

Angefangen: Dezember 2011

Ausgelesen: Dezember 2011

Gelesene Seiten: 272

Gelesene Seiten insgesamt 2011: 21.427

Bewertung: 4sterne

Klappentext:

Dieses Buch hat Millionen amerikanische und britische Frauen aufgerüttelt, denn es serviert unverblümt, ungehemmt und knallhart (aber herzlich) die ganze Wahrheit: Wer sich mit schlechtem Essen voll stopft, darf über seine Pfunde nicht jammern! In der Ernährung mit Köpfchen liegt der Erfolg! Voller Power versorgen die Autorinnen mit allem notwendigen Know-how, damit Frau gut informierte, intelligente Entscheidungen über ihre Ernährung treffen kann. Auf zum gesunden, schlanken Lifestyle!

Dark Love – Lia Habel

dark love Vielen Dank an ref_piper_logo  für dieses Rezensionsexemplar :)

Originaltitel: Dearly, Departed

Verlag: Piper

ISBN: 978-3492702195

Bekommen: Dezember 2011

Angefangen: Dezember 2011

Ausgelesen: Dezember 2011

Gelesene Seiten: 512

Gelesene Seiten insgesamt 2011: 21.155

Bewertung: 5sterne

Klappentext:

Flackernde Gaslampen, dampfbetriebene Kutschen und Digitagebücher – das ist die Welt von Nora Dearly im Jahr 2195. Die 17-Jährige lebt im Internat, bis sie eines Tages entführt wird: Denn ein Virus greift um sich, das Menschen in lebende Tote verwandelt – und Nora trägt als Einzige die Antikörper in ihrem Blut. Bald muss sie feststellen, dass es auch wandelnde Untote gibt, die sich ihre Menschlichkeit dank eines Antiserums erhalten können. Und Bram, ihr Entführer, ist einer von ihnen. Nora verliebt sich in den jungen Mann, doch die Endlichkeit seiner Existenz bedroht ihre Liebe. Nur Noras Vater, ein hochrangiger Wissenschaftler, könnte ein Gegenmittel entwickeln, doch er ist selbst infiziert und droht zu sterben. Ist Noras Welt endgültig dem Untergang geweiht?

Rezension:

Langsam wird es Zeit für die 17-jährige Nora einen Mann zu finden. Ihr Vater ist tot und ihre Tante besteht darauf, dass sie möglichst bald debütiert um endlich eine gute Partie machen zu können. Doch als Nora für die Ferien aus dem Internat nach Hause kommt, überschlagen sich die Ereignisse. Sie wird entführt und als sie herausfindet von wem und warum steht ihre Welt endgültig Kopf.

Klingt wie ein Roman, der im 19. Jahrhundert spielt? Klingt so, ist aber ganz anders. Denn es gibt auch Hologramme, unterirdische Städte und … Zombies! „Dark Love“ spielt im Jahr 2195 und alles hat sich irgendwie völlig anders entwickelt, als man es sich eigentlich vorstellen würde.

Obwohl der Titel und das Herz auf dem Cover eine kitschige Liebesgeschichte vermuten lassen, ist das bei weitem nicht der Fall. Viel eher erwartet den Leser ein Ausflug in eine Zeit, die genauso faszinierend wie gefährlich ist und von der ich mir sehr gut vorstellen kann, noch einiges mehr zu erfahren.

Aus mehreren Erzählperspektiven hat Lia Habel eine wirklich sagenhafte Geschichte gesponnen, die romantisch ist ohne kitschig zu sein und gruselig, ohne blutrünstig zu werden. Anfangs haben mich die verschiedenen Erzählperspektiven noch ein wenig verwirrt, aber als die Story mich schließlich völlig gepackt hatte, hat es den Lesefluss überhaupt nicht mehr gestört.

Die Protagonisten sind durch die Bank gut ausgearbeitet, glaubwürdig und liebenswert. So wie Nora sich im Laufe des Romans mit einigen Zombies immer mehr anfreundet, so wird auch der Leser immer vertrauter mit der Welt, in der Nora lebt. Mit unheimlich viel Humor und Situationskomik wird die – verständlicherweise – stellenweise recht düstere Atmosphäre immer wieder gekonnt aufgelockert. Selten habe ich in einem Roman so viele Charaktere getroffen, die es wert gewesen wären, ihre eigene Geschichte, ihren eigenen Roman, zu bekommen.

Besonders Pamela und Renfield sind mir ans Herz gewachsen und ich hoffe, von den beiden noch mehr zu lesen. Dark Love“ ist zwar in sich abgeschlossen, lässt aber dennoch eine Menge Platz in der Geschichte für kommende Fortsetzungen.

Abgerundet durch ein traumhaft schönes Cover, das ich beim Lesen immer wieder anschauen musste, stachelt „Dark Love“ die Lust auf eine Fortsetzung (die im Original voraussichtlich 2012 erscheint) gewaltig an! 5 Sterne für eine außergewöhnliche, romantische, spannende und dystopische (Liebes-)Geschichte.

Zitate:

Ich fragte mich, ob man wohl erst eine Lizenz zum Verrücktwerden beantragen musste, ob es da vielleicht ein Seminar gab oder ob man eines Tages einfach loslegen konnte. (Seit 98)

Der Mann leckte sich über die spröden Lippen. “Dann bin ich…also wirklich tot. Wie…die anderen.” Ich nickte. Dieser Moment war entscheidend. Die Welt um uns schien still zu stehen, das Salz vor der offenen Tür glühte gleißend rot im Licht des Sonnenuntergangs. Henry senkte den Blick und suchte nach seiner Seele. (Seite 128)

Leseprobe

lia Lia Habel wurde in einer kleinen Stadt im Westen des Bundesstaates New York geboren. Sie trinkt viel zu viel Kaffee und besitzt drei Katzen, denen sie in ihrem Debüt ein Denkmal setzt. Die Idee zu »Dark Love« hatte Lia während einer Busfahrt nach New York, als ihr der Lesestoff ausging und sie sich fragte, warum die Monster in Büchern immer gut aussehen und warum sie noch nie eine Liebesgeschichte mit Untoten gelesen hatte. (Quelle)

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Angelfire – Meine Seele gehört dir – Courtney Allison Moulton

angelfire Vielen Dank an pageturner  für dieses Rezensionsexemplar :)

Originaltitel: Angelfire

Verlag: Page & Turner

ISBN: 978-3442203949

Bekommen: Oktober 2011

Angefangen: November 2011

Ausgelesen: Dezember 2011

Gelesene Seiten: 416

Gelesene Seiten insgesamt 2011: 21.643

Bewertung3sterne

Klappentext:

Sie ist stark. Sie ist kämpferisch. Nur sie kann die Welt retten.

Zuerst kamen die Albträume. Jede Nacht wurde Ellie von ihnen heimgesucht. Schreckliche Wesen verfolgen und töten sie dann. Aber sind es tatsächlich Träume – oder nicht doch Erinnerungen? Und dann ist da dieser mysteriöse Fremde, Will. Es kommt ihr vor, als würde ihre Seele ihn wiedererkennen. Und wirklich weiß er mehr über sie als sie selbst – denn er offenbart ihr, dass sie magische Kräfte besitzt, an die sie sich nicht mehr erinnern kann. Und dass die Wesen in ihren Träumen schreckliche Realität sind, finstere Kreaturen, die es auf die Seelen der Menschen abgesehen haben. Ellie ist die Einzige, die den Kampf gegen sie aufnehmen und ihnen Einhalt gebieten kann. Doch zuerst muss sie sich ihrer eigenen Vergangenheit stellen, auch wenn die Erinnerungen daran fast schmerzlicher sind, als sie ertragen kann.

Rezension:

An die Alpträume und ihren irgendwie komischen Dad hat Ellie sich schon fast gewöhnt wie es scheint. Doch dann taucht Will auf, ein mysteriöser Fremder, der sie völlig aus der Fassung bringt und ihr Dinge über sie selbst erzählt, die sie kaum glauben kann. Doch es scheint die Wahrheit zu sein, denn bald steckt sie mittendrin in Kämpfen zwischen Gut und Böse und ihr bleibt keine Wahl, als sich mit ihrem Schicksal zu arrangieren.

Der erste Band der „Angelfire“-Trilogie hat es gleich in sich! Sofort zu Beginn wird man gemeinsam mit Ellie mitten in die Handlung geworfen und muss sich erst mal ein wenig zurecht finden, denn der Kampf zwischen Himmel und Hölle beginnt recht unvermittelt und ich hatte anfangs einige Schwierigkeiten mit dem Tempo, das Courtney Allison Moulton vorlegt. Die Informationsflut hat mich ein wenig erschlagen und ich hatte stellenweise fast Mühe mitzukommen. Trotzdem hat es sich aber gelohnt durchzuhalten, denn der Humor und die liebevollen Sticheleien, mit denen Ellie und Will sich gegenseitig mindestens genauso harte „Kämpfe“ liefern, wie mit ihren anderen Gegnern, entschädigt schon für vieles.

Mit der weiteren Handlung entwickelte sich der anfangs noch ein wenig holprige Schreibstil in einen flüssigen, gut zu lesenden. Gekonnt verwebt die Autorin atemberaubende Kampfszenen mit leiseren, romantischeren Momenten und steigert die Ungeduld des Lesers schon sehr, da sich Ellie nur sehr langsam an ihre vorigen Leben erinnert. So erfährt man auch nur nach und nach mehr über Will, der recht verschlossen ist und auch gar nicht so recht in unsere Zeit zu passen scheint.

Insgesamt kam die Ausarbeitung der Charaktere zwischen all dem rätselraten und kämpfen für mich ein wenig zu kurz, so dass ich keine wirklich Verbindung aufbauen konnte. Wirklich neu ist die Thematik nicht und Courtney Allison Moulton fügt dem auch nur wenig hinzu. Das wenige jedoch hat Hand und Fuß und mir wirklich gut gefallen und auch, dass am Ende eigentlich keine Fragen offen bleiben, fand ich positiv.

3 Sterne für einen soliden Auftakt zu einer Trilogie, die hoffentlich bald fortgesetzt wird.

Leseprobe

Autoreninformationen:

Courtney Allison Moulton

Courtney Allison Moulton lebt in Michigan, USA, wo sie als Fotografin arbeitet. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten mit Pferden. Außerdem hat sie sich schon immer gern mit Mythen, alten Sprachen und dem Erzählen von schaurigen, romantischen Geschichten beschäftigt. „Angelfire – Meine Seele gehört dir“ ist der Beginn einer Trilogie und ihr erster Roman.

(Quelle)

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Peace Food: Wie der Verzicht auf Fleisch und Milch Körper und Seele heilt – Ruediger Dahlke

peace food Vielen Dank an gu für dieses Rezensionsexemplar :)

Verlag: Gräfe und Unzer 

ISBN: 978-3833822865

Bekommen: November 2011

Angefangen: November 2011

Ausgelesen: November 2011

Gelesene Seiten: 336

Gelesene Seiten insgesamt 2011: 21.227

Bewertung: 2sterne

Klappentext:

Unsere Ernährung kann uns krank machen – oder heilen. Dies ist das flammende Plädoyer des Ganzheitsmediziners Rüdiger Dahlke für eine Ernährung des Friedens. Aus seiner Sicht enthält unsere Nahrung zu viel Totes und macht deshalb unglücklich. Die Auswirkung der Angsthormone des Schlachtviehs auf unsere Seele sind zwar noch nicht erschöpfend erforscht, eine umfangreiche chinesische Langzeitstudie hat aber zweifelsfrei bewiesen, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen Fleischkonsum und Krebsinzidenz gibt. Und Krebs ist aus Dahlkescher Sicht eindeutig eine Krankheit der Seele. Diesem Szenario stellt er die heilende Ernährung entgegen: Die neuesten neuroendokrinologischen Erkenntnisse zeigen welche Hormone unsere seelische Balance bestimmen und wie sie mit hochwertigen Kohlenhydraten und Fetten befeuert werden. Kein Dahlke-Buch ohne direkten Nutzen: Ein Rezeptteil mit dreißig veganen Genussrezepten zeigt, wie schmackhaft Nahrung für die Seele sein kann.

Rezension:

Nachdem im letzten Jahr Jonathan Safran Foer mit “Tiere essen” in Sachen Vegetarismus gewaltig vorgelegt hatte, zieht nun Ruediger Dahlke mit “Peace Food” nach und versucht eine Lanze für den Veganismus zu brechen.

Das Buch ist in vier Teile gegliedert:

  1. Krank durch Fleisch- und Milchprodukte
  2. Das Leid der Tiere
  3. Das Beste für Körper und Seele
  4. 30 vegane Rezepte für ein glückliches Leben

Anschließend folgt ein Anhang, der unter anderem weitere Bücher des Autors auflistet und ein ausführliches Register.

Allem voran steht eine zehnseitige Einleitung, in der Ruediger Dahlke kurz den Inhalt des Buches und seine Beweggründe, sich mit dem Thema zu befassen, erläutert. Dieser Teil hat mir wirklich sehr gefallen und würde – für sich stehend – auch sicher 4 Sterne verdienen.

Bis dahin war ich also noch wirklich begeistert. Die weiteren Teile allerdings haben mich (als Veganerin!) nicht überzeugen können und ich befürchte, dass “Peace Food” bei Nicht-Veganern eher auf Ablehnung stoßen wird, als auf Zustimmung. Warum?

Teil eins beleuchtet die negative Wirkung, die der Verzehr tierischer Produkte in körperlicher und seelischer Hinsicht auf den Menschen haben kann. Dort zitiert Dahlke seitenweise Studienergebnisse, packt ein paar Allgemeinplätze und ein bisschen Pathos dazu. Der Leser wird erschlagen von Zahlen und Namen, statt von der an sich so wichtigen Botschaft überzeugt zu werden. Weiter geht es in Teil zwei mit dem Leid der Tiere, wo dem Autor scheinbar auch wenig Eigenes einfiel und er stattdessen die grausamsten Szenen aus “Tiere essen” und des erschütternden Berichts von Christiane Haupt über die Zustände in einem deutschen Schlachthof zitiert. Im dritten Teil erfährt der Leser noch etwas über Sonne und Schlaf als Heilquelle und es werden auf fünf Seiten Aussagen verschiedener Weltreligionen zum Thema abgearbeitet.

Fast im gesamten Buch finden sich außerdem sehr gehäuft nicht besonders subtile Hinweise auf andere Bücher des Autors, sowie ein von ihm kreiertes Nahrungsergänzungsmittel. Insgesamt wirkte “Peace Food” dadurch leider eher abstoßend als ansteckend.

Aus dem Rezeptteil habe ich bisher nichts gekocht, einige der Rezepte von Dorothea Neumayr klingen aber wirklich gut; wie zum Beispiel: Karotten-Ingwer-Suppe mit karamellisiertem Apfel oder Pasta mit Kirschtomaten und Rucola.

Fazit: Hier wurde ein extrem wichtige Botschaft für reine Selbstvermarktung missbraucht. Leider also nur 2 Sterne.

Zitate:

Mir scheint, nach ungezählten Fleischskandalen, nach Giftorgien im Futter und im Verbraucher, nach aus der Tierzucht stammenden Vogel- und Schweinegrippeviren ist die Zeit reif für ein Umdenken und einen Neuanfang. Letzerer aber kann nur vom Einzelnen ausgehen, von ihm aber kann er sich ausbreiten wie ein Lauffeuer, von Mund zu Mund und Herz zu Herz. (Seite 11)

Es ist für die Seele wichtig, nur das zu sich zu nehmen, was wir von Anfang bis Ende problemlos und ohne Widerwillen selbst verarbeiten können. Da fallen dann für die meisten schon alle Geschöpfe weg, die ein Gesicht haben und eine Mutter, die sie geboren hat und ihr Gesicht erkennt. Für Körper und Seele einfacher wird es auch, wenn man sich auf Pflanzen beschränkt, die gewachsen sind, Wurzeln geschlagen und Blüten gebildet haben – etwas, das für Mars, Bounty und die meisten Süßigkeiten nicht gilt. Sie werden auch weder dazu beitragen, uns zu verwurzeln, noch unser wahres Wesen zur Blüten bringen. (Seite 91)

Der im Osten durchaus geläufige Gedanke, all jene Wesen, die unter uns gelitten hätten, erwarteten uns auf der anderen Seite zusammen mit denen, die wir gefördert und geliebt haben, mag erschrecken und trösten zugleich. So ernten wir spät, was wir beim Einkaufen entscheiden. (Seite 141)

[Nach einem Abschnitt über die Rinderschlachtung:] Das Ganze liest sich schon zum Wände hochgehen. Stellen Sie sich vielleicht besser nicht vor, so etwas mit ansehen zu müssen. Sie müssen nicht und Sie müssen das auch nicht weiter beim einkaufen und essen unterstützen. (Seite 150)

Insgesamt kann ich mich hier nur den Worten des Schweizer Arztes Dr. Ernst Walter Henrich anschließen: “(…) ich möchte und kann nicht wegschauen (…). Ich verabscheue das verbrecherische Treiben, das dazu führt, dass täglich etwa 40.000 Kinder an den Folgen von Hunger und Unterernährung sterben, weil man mit der pflanzlichen Nahrung lieber die gequälten Tiere füttert, um Fleisch, Milch und Eier zu gewinnen. Mit diesen tierischen Produkten (fr)essen sich die Wohlstandsbürger ihre Wohlstandskrankheiten an, die dann als Gipfel der moralischen Verwahrlosung in der Gesundheitsindustrie zu fast immer nutzlosen Tierversuchen führen.” (Seite 154)

Wir leben in einer absurden Zeit, in der es als normal gilt, Tiere wie Dinge zu behandeln, in der entsetzlichste und unmenschlichste Tierquälerei hingenommen wird, allenfalls als nicht zu ahndendes Kavaliersdelikt. Wo Konzerne, die Millionen Wesen industriell quälen lassen, von Politiker und Gesetzen geschützt und mit großzügigen Subventionen aus Steuergeldern bedacht werden. Wohingegen Tierschützer, Vegetarier und Veganer als unnormal gelten, als Verrückte und jedenfalls nicht ernstzunehmende Außenseiter oder Sektierer. Bestenfalls werden sie belächelt. Aber unsere Haltung und unser Engagement erlauben es uns, hinsichtlich dieses Themas in den Spiegel zu schauen. Und die Zeiten werden sich ändern. Als Atomkraftgegner der ersten Stunde erinnere ich mich daran, wie wenige und wie isoliert wir vor 30 Jahren waren – inzwischen sind wir die Mehrheit und staunen, wer sich so alles zu uns gesellt. (Seite 179)

Leseprobe